Unterhaltsvorschuss

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Wenn bestehende Unterhaltsverpflichtungen von einem Elternteil nicht erfüllt werden, so darf dies nicht zu Lasten des Kindes gehen. Zur finanziellen Entlastung allein stehender Elternteile kann daher aus öffentlichen Mitteln ein Unterhaltsvorschuss gewährt werden.

Der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss ist auf 72 Monate begrenzt und endet spätestens mit der Vollendung des zwölften Lebensjahres des anspruchberechtigten Kindes.

Voraussetzungen für einen Unterhaltsvorschuss

Der unterhaltspflichtige Elternteil

  • entzieht sich den Zahlungsverpflichtungen
  • ist zu Unterhaltsleistungen ganz oder teilweise nicht in der Lage
  • ist verstorben, ohne einen Anspruch auf Waisenbezüge zu hinterlassen.

Das Kind

  • darf das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • muss im Bundesgebiet bei einem seiner Elternteile leben, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder dauernd getrennt lebt
  • erhält nicht oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem anderen Elternteil (oder wenn dieser oder ein Stiefelternteil gestorben ist, Waisenbezüge, die unterhalb des gesetzlichen Regelbedarfs liegen).

Situationen ohne Anspruch auf Unterhaltszuschuss

Es besteht kein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss

  • wenn z.B. beide Elternteile in häuslicher Gemeinschaft leben
  • der betreuende Elternteil wieder heiratet
  • das Kind in einem Heim oder in Vollzeitpflege untergebracht ist.

Unterlagen

  • Abstammungs- oder Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweise des Antragstellers
  • Vaterschaftsanerkennung
  • Unterhaltstitel (vollstreckbare Urkunde / Urteil / gerichtlicher Vergleich)
  • Scheidungsurteil
  • Rentenbescheid (bei Halbwaisenrenten)

Leistung

145 EUR monatlich bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres
194 EUR monatlich vom siebten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres