Martin Lautenschlager, Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Markus Börsig (von links).
Martin Lautenschlager, Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Markus Börsig (von links) wollen den Gewerbestandort Baden-Baden weiterentwickeln.

100 Firmenbesuche: OB zieht Bilanz

Baden-Baden. In ihrer zweieinhalbjährigen Amtszeit besuchte die Oberbürgermeisterin bereits rund 100 Firmen. Dies gab Anlass, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Die Stärkung des Wirtschaftsstandortes steht auf der Agenda ganz oben. Es sei für die Stadt sehr wichtig, ein positives Klima für Gewerbeansiedlungen zu schaffen. „Bei der Kennzahl Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner hinken wir noch hinterher“, sagt Oberbürgermeisterin Margret Mergen. Bei ihren Firmenbesuchen erfuhr sie oft, wo es klemmt.

PFC-Problematik hemmt Erschließung der Gewerbeflächen

Die Ausweisung neuer Flächen wird im Stadtkreis Baden-Baden an ihre Grenzen stoßen. Daher muss der Umgang mit den vorhandenen Flächen sorgsam bedacht sein. Dafür erarbeitete die Verwaltung Vergabekriterien und ein Förderungskonzept, um für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und für expandierende Unternehmen eine ideale Flächennutzung zu realisieren.

Die PFC-Problematik hemmt die Erschließung der Gewerbeflächen. „Wir wollen in der Praxis Erfahrungen mit dem Thema PFC sammeln“; sagt Margret Mergen dazu. Experten der Wirtschaftsförderung, der Planung und der Umwelttechnik sammeln in Absprache mit dem Regierungspräsidium und dem Landkreis Informationen über PFC in Gewerbegebieten, auch spielt die Möglichkeit der Versiegelung dabei eine Rolle.

Netzwerke gut aufgestellt

Digitalisierungs-Know-How und IT-Kompetenz werden durch Kooperation mit dem CyberForum Süd vorangetrieben. Die Beteiligung läuft vorerst bis 2017, Mergen möchte die Kooperation aber fortführen. Gemeinsam mit dem CyberForum strebt die OB an, in das Förderprogramm des Bundes und des Landes, das neue Ausbildungsplätze in Handwerksbetrieben zu den Themen Digitalisierung und IT fördert, aufgenommen zu werden.

Als übergeordnete Kooperationsinstanz stellte sich die Technologieregion Karlsruhe neu auf. Der Kreis der Träger von den Gemeinden und Landkreisen wurde um die Wirtschaft und Wissenschaft erweitert.

Mit interessanten Veranstaltungen, Informationen und Unternehmensbesuchen hat sich das UnternehmerForum als regionales Unternehmensnetzwerk etabliert. Positive Resonanz dafür gab es bei einer Teilnehmerbefragung.

Unternehmen mit Standortbedingungen zufrieden

„Insgesamt sind die Unternehmen mit den Standortbedingungen sehr zufrieden, das zeigt auch die Unternehmensbefragung der Gefak“, klärt Mergen auf. Nicht selten helfe der Name Baden-Baden auch bei der Produktvermarktung. Größter Mangel herrscht unter den Facharbeitern. Hier möchte die Verwaltung Präsentationsmöglichkeiten der Unternehmen beispielsweise auf den Internetseiten der Technologieregion stärken und den Aus- und Weiterbildungsstandort weiter entwickeln.