Von links: Georg Camillo von Müller, Kirsten Hense-Handl, Thomas Nehring, Anita Kiontke, Margret Mergen und Ernst Handl. Alle halten einen Stein in der Hand.
Georg Camillo von Müller, Kirsten Hense-Handl, Thomas Nehring, Anita Kiontke, Margret Mergen und Ernst Handl sind stolz auf das Kunstprojekt Global Stone Garden (von links).

OB startet Projekt Global Stone Garden

Baden-Baden (15.02.2017). Oberbürgermeisterin Margret Mergen gab den Startschuss zur Teilnahme von Schülern der Realschule und der Werkrealschule Lichtental am G20-Kunstprojekt Global Stone Garden, einem begehbaren Garten aus bemalten Steinen.

Das Projekt Global Stone Garden des Künstlers Ernst Handl ist eine kollektive Kunstaktion, die symbolisch für die Vielfalt der Themen und Teilnehmer beim G20-Treffen und ist Ausdruck der gemeinsamen Arbeit. Die Schüler aus Baden-Baden dürfen sich mit selbstbemalten Steinen am Global Stone Garden beteiligen.

G20: ein informelles Gremium

„Das Kunstprojekt verdeutlicht, dass sich viele Nationen an einen Tisch setzen“, erklärt Margret Mergen. „Dass Baden-Baden Gastgeber sein darf, ist etwas ganz Besonderes und ich möchte stolz darauf sein, ein guter Gastgeber zu sein“, so die OB weiter.

Thomas Nehring, Teamleiter im G20-Organisationsteam, will mit den Schülern „eine Marke setzen“. „Es ist eine Möglichkeit am Treffen teilzuhaben“, sagt Georg Camillo von Müller, G20-Experte im Bundesministerium für Finanzen. Er klärte die Schüler über die G20 auf: „Sie sind keine Weltregierung, sondern ein informelles Gremium – die Gesetzgebung ist Sache der Länder“, und brachte ihnen die Gründe für die Existenz der G20 näher: die globale Vernetzung der Wirtschaft sei nur durch ein weltumspannendes Netzwerk zu überschauen. „G20 geht alle etwas an“, führte Camillo von Müller weiter aus, und Baden-Baden sei ein wichtiger Stein in einem großen Gefüge.

„Stone day“ am 19. März

Ernst Handl, der das Kunstprojekt leitet, organisierte bereits mehrere sogenannte „stone days“, Tage, an denen sich die G20-Teams Zeit nahmen, ihre Steine farblich zu gestalten. Mit der Beteiligung der Schüler kommt eine ganz neue Altersgruppe mit ihren eigenen Gedanken und künstlerischen Einfällen hinzu. Sie werden ihren Platz im Gesamtwerk finden und haben die besondere Gelegenheit, bei der Projektarbeit in persönlichen Austausch mit dem Künstler und den G20-Experten zu treten. Fotos der Kunstaktion Global Stone Garden sollen im Oktober in Washington zusammengetragen und ausgestellt werden.

Handl macht nicht zum ersten Mal Kunst mit Menschen. Sein Motto: „Gemeinsam Kunst machen beindruckt andere Menschen.“ Die bemalten Steine sollen Botschaftssteine sein. Um diese zu gestalten ist eine schöne Atmosphäre wichtig und das ist ein wichtiger Grund, warum das G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs in Baden-Baden stattfindet.

Der Global Stone Garden ist am Sonntag, 19. März, im Museum Frieder Burda zu sehen.

Weitere Informationen über das G20-Treffen in Baden-Baden gibt es unter Stadtporträt - Aktuelles - Themen - G20-Treffen.