Ein junger Mann stapelt abgesägte Äste vor einer Gruppe Menschen.
Kräftig angepackt wird derzeit auf dem Obstgut Leisberg. Bis zu drei Firmen arbeiten parallel daran, es für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Öffnung des städtischen Obstguts Leisberg

Beginn der Gehölzpflegemaßnahmen

Baden-Baden (17.02.2017). Mit den Baum- und Gehölzpflegearbeiten, die als wichtiger Bestandteil der Öffnung des Obstguts Leisberg als LEADER-Projekt gefördert werden, startet das städtische Fachgebiet Park und Garten im Februar in die intensive Arbeitsphase. Bis zur Öffnung des Obstguts Leisberg für die Öffentlichkeit soll sich dort noch einiges verändern.

Das bisher geschlossene städtische Obstgut Leisberg soll entsprechend der Konzeption aus der strategischen Entwicklungsplanung Baden-Baden 2020 als attraktive Landschaftsverbindung zwischen den Kuranlagen der Lichtentaler Allee und den Wald- und Wandergebieten am Leisberg unter Beibehaltung der typischen Kulturlandschaft des ehemaligen Gutsareals mit seinen typischen Obstwiesen geöffnet werden.

Drei Firmen parallel im Einsatz

Am Montag, 13. Februar, haben die Arbeiten zur Vorbereitung auf die Öffnung des Obstguts Leisberg in diesem Sommer begonnen. In einem ersten Schritt werden im Auftrag des städtischen Fachgebiets Park und Garten umfangreiche Gehölzmaßnahmen durchgeführt. „Zunächst stehen Baumpflegearbeiten an“, erklärt Fachgebietsleiter Markus Brunsing. Aus Gründen des Natur- und Artenschutzes müssen die Rodungsarbeiten bis Ende des Monats fertiggestellt werden. Die Schnittarbeiten an den Obstbäumen werden angesichts der großen Zahl der zu bearbeitenden Bäume noch bis Mitte März fortgesetzt. Drei Fachfirmen sind teils parallel im Einsatz.

Im Bereich der unteren Obstwiese werden rund 160 Obstbäume einem Pflegeschnitt unterzogen. Die Bäume werden so vorbereitet, dass die Bürgergemeinschaft Unterbeuern anschließend Baumpatenschaften an interessierte Bürger vergeben kann.

Das ist es, was Baden-Baden ausmacht

Nach den Schnittarbeiten erfolgen in den Monaten April, Mai und Juni die erforderlichen Arbeiten zur Herstellung der Infrastruktur wie Wege, Bänke und Tore. Gleichzeitig werden sich viele Ehrenamtliche, allen voran die Bürgergemeinschaft Unterbeuern, mit Teilprojekten in das Gesamtvorhaben einbringen, das bisher verschlossene Obstgut für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Durch die neuen Wegebeziehungen entsteht, neben der Möglichkeit eines Rundgangs auf dem Areal, eine landschaftlich reizvolle Verbindung zwischen der Lichtentaler Allee und den Wald- und Wandergebieten am Leisberg. „Das ist es, was Baden-Baden ausmacht“, freut sich der Erste Bürgermeister, Alexander Uhlig.

Exotenwald wird gepflegt

In dem von Markus Brunsing als Exotenwald bezeichneten oberen Bereich des Obstguts wird im Übergang zur Voglergasse der eindrucksvolle Bestand an exotischen Bäumen wie Douglasien, Scheinzypressen und Mammutbäumen gepflegt und von trockenen Ästen befreit. Dies dient nicht nur der optischen Pflege der Baumriesen, sondern auch der Verkehrssicherheit für zukünftige Spaziergänger. Gleichzeitig werden zahlreiche wild aufgegangene Gehölze entfernt, um die Baumsolitäre freizustellen und wieder bestens zur Wirkung kommen zu lassen. Insgesamt werden Pflegemaßnahmen an 38 Bäumen im Exotenwald ausgeführt.

Auf dem gesamten Gelände entfernt man wild gewachsene Gehölze und Jungbäume, die den Baumbestand bedrängen und den Charakter der Obstwiese und des Exotenwalds beeinträchtigen und, um die beindruckenden Bäume besser zur Geltung zu bringen.