Sanierung des Michaelstunnels ab Mai 2011

Einfahrt des Michaeltunnels

Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über den Stand der Tunnel-Sanierung

 

Der 2544 m lange Michaelstunnel, Teilstück der B 500, der wesentlich zur Verkehrsentlastung der Innenstadt beiträgt, muss umfangreich saniert werden. Anlass sind in erster Linie die schweren Brandunfälle in einigen Straßentunneln der Alpenländer in den letzten Jahren. Dies hat dazu geführt, dass die Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln deutlich erhöht wurden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die sicherheits- und lüftungstechnische Ausstattung von Tunneln werden nun bundesweit umgesetzt.
Ein weiterer Grund ist die Häufung von Störfällen und die damit verbundene Ersatzteilbeschaffung, die nach 20 Betriebsjahren zunehmend schwieriger wird und den Austausch eines Großteils der Altanlagen unabdingbar macht.

Geplant ist Erweiterung der Rettungswege des Michaelstunnels durch den Bau zweier Rettungsstollen mit drei neuen Notausgängen sowie zweier Rettungstreppenhäuser. Im Einzelnen sollen der Rettungsstollen Nord um 581 Meter und der Rettungsstollen Mitte um 297 Meter verlängert werden. Am Mittwoch, 04. November 2009, war der erste Spatenstich für das Rettungstreppenhaus in der Gönneranlage, das im Mai 2010 fertig gestellt wurde. Ein weiteres Rettungstreppenhaus soll im Anschluss an die Tunnelsanierung im Jahr 2012 im Bereich der Fremersbergstraße entstehen.

Wesentliche Merkmale der betriebstechnischen Nachrüstung sind unter anderem:

• die Erneuerung der Lüfterdecke auf rund 2.000 Metern,
• die Erneuerung der 16 Strahlventilatoren,
• der Einbau von 23 großen Lüftungsklappen in der Lüfterdecke,
• der Einbau von Flucht- und Orientierungsleuchten,
• die Erneuerung der Lautsprecher-, Brandmelde-, Funk- und Videoanlage,
• die Anpassung der Notstromversorgung

Die Kosten für die bauliche und betriebstechnische Nachrüstung betragen rund 20 Millionen Euro. Kostenträger ist der Bund.

Sperrung für 12 Monate

Der Michaelstunnel muss für die Nachrüstung voraussichtlich für zwölf Monate gesperrt werden.
Eine kürzere Dauer ist nicht möglich, da sowohl bauliche als auch betriebstechnische Arbeiten gleichzeitig erfolgen müssen. Der sich wegen der Sperrung verlagernde Verkehr, immerhin fahren pro Tag im Schnitt 21.000 Fahrzeuge durch den Michaelstunnel, wird hauptsächlich über die Umleitungsstrecke U1 (Waldseestraße, Katzensteinstraße, Fremersbergstraße, Bertholdstraße, Bertholdplatz und umgekehrt) geführt.

Voraussichtlich ab Mai 2011 wird mit den Tunnelarbeiten begonnen.