Sanierung des Michaelstunnels

Einfahrt des Michaeltunnels

Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über den Stand der Tunnel-Sanierung

 

Der 2544 m lange Michaelstunnel, Teilstück der B 500, der wesentlich zur Verkehrsentlastung der Innenstadt beitrug, muss umfangreich saniert werden. Am Mittwoch, 04. November, war der erste Spatenstich für die Umbaumaßnahmen.

Geplant sind ist Erweiterung der Rettungswege des Michaelstunnels durch den Bau zweier Rettungsstollen einschließlich Notausgängen sowie eines Rettungstreppenhauses in der Fremersbergstraße. Zusätzlich soll ein weiteres Rettungstreppenhaus in der Gönneranlage entstehen.

Neben den Rettungstreppenhäusern sind wesentliche Merkmale der Planung unter anderem:

• die Verlängerung des Rettungsstollens Nord um 581 Meter,
• die Verlängerung des Rettungsstollens Mitte um 297 Meter,
• der Umbau der Rettungsstollenbelüftung und Bau eines Lüfterbauwerks,
• die Einleitung der Betriebswässer sowie des Bergwassers der beiden Ret-tungsstollen in einen städtischen Kanal im Bereich der Betriebszentrale Nord und somit Einleitung in die Oos,
• die Einleitung der Betriebswässer und des anfallenden Grundwassers in den verdolten Salzgraben in der Fremersbergstraße und somit Einleitung in die Oos,
• die Leitungsänderungen im Bereich der Fremersbergstraße einschließlich Änderung der Grundstücksentwässerung Winterhalterstraße 7 - 9,
• die naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen,
• die landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen für das geplante Rettungstreppenhaus in der Gönneranlage.

Der Michaelstunnel muss für die Nachrüstung voraussichtlich für zwölf Monate gesperrt werden. Eine kürzere Dauer ist nicht möglich, da sowohl bauliche als auch betriebstechnische Arbeiten gleichzeitig erfolgen müssen.

Sperrung beginnt 2011

 Diese Nachrüstung umfasst unter anderem:

• die Erneuerung der Lüfterdecke auf rund 2.000 Metern,
• die Erneuerung der 16 Strahlventilatoren,
• den Einbau von 23 großen Lüftungsklappen in der Lüfterdecke,
• den Einbau von Flucht- und Orientierungsleuchten,
• die Erneuerung der Lautsprecher-, Brandmelde-, Funk- und Videoanlage,
• die Anpassung der Notstromversorgung.

Bei einem optimalen Verlauf des Planfeststellungsverfahrens könnte - nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe - Anfang 2011 mit den Tunnelarbeiten begonnen werden. Die Arbeiten für das Fluchttreppenhaus in der Gönneranlage haben bereits Ende 2009 begonnen.

Anlass für die Nachrüstungsarbeiten sind in erster Linie die schweren Brandunälle in einigen Straßentunneln der Alpenländer in den letzten Jahren. Dies hat dazu geführt, dass die Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln deutlich erhöht wurden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die sicherheits- und lüftungstechnische Ausstattung von Tunneln werden nun bun-desweit umgesetzt.

Ein weiterer Grund ist die Häufung von Störfällen und die damit verbundene Ersatzteilbeschaffung, die nach 20 Betriebsjahren zunehmend schwieriger wird und den Austausch eines Großteils der Altanlagen unabdingbar macht.