Vereine engagieren sich in der Alkoholprävention
Von April bis Juli 2011 konnten die Vereine "I. Badener Karate Dojo e.V.", die "Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 e.V. und der "TV Baden-Oos" das Zertifikat entgegen nehmen. Die Motive der Vereine sind übereinstimmend, dass ihnen durch den langjährigen Kontakt mit Jugendlichen die steigende Gefahr des Missbrauchs von Alkohol bekannt ist.
Sie sind der Meinung, dass Vereine, die Kinder und Jugendliche betreuen, eine besondere Verpflichtung haben, sich vom übermäßigen Konsum von Rauschmitteln zu distanzieren.
Was bedeutet die Zertifizierung "Jugendfreundlicher Verein"?
Vereine, die sich zertifizieren lassen haben eine Schulung absolviert und verpflichten sich unter anderem, dass...
- sie ihre Vorbildfunktion und Verantwortung in besonderem Maße wahrnehmen
- Übungsleiter und Betreuer die Jugendschutzbestimmungen kennen und ein halten
- sie Regelungen für Vereinsfeste treffen, z.B.
-Verzicht auf Aktionen, die zum schnellen Trinken von Alkohol motivieren
- Einhaltung des sogenannten „Apfelsaftgesetzes“
Alkohol wird nicht als Belohnung für einen Erfolg eingesetzt (Kasten Bier bei Spielgewinn).
In Baden-Baden wird die Alkoholprävention mit dem Projekt "HaLT - Hart am Limit" Schritt für Schritt umgesetzt. Dazu gehören
- Informationsveranstaltungen und Multiplikatorenschulungen für Jugendhilfeausschuss, Ortsvorsteher, Vereine, Schulen, Jugendhäuser und Eltern
- Einsatz von Jugendschutzteams in Absprache mit der Polizei bei Festveranstaltungen z.B. Fastnachtsumzüge, Abifeste oder New-Pop- Festivals
- „Brückengespräche“ und Angebot „Risikoscheck „für Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung in die Stadtklinik kommen (Reflexion des eigenen Trinkverhaltens und „Risiko einmal anders erleben“ z.B. beim Klettern oder Tauchen) und Elterngespräche
Folgende Koordinationspartner arbeiten in der Entwicklung gemeinsamer Strategien zusammen:
Amt für Familien, Soziales und Jugend (ASD, Jugendschutzbeauftragte), Fachbereich Bürgerdienste, Sicherheit und Umwelt, Polizeidirektion Rastatt/ Baden-Baden, Stadtklinik/ Klinikum Mittelbaden.
Die Finanzierung erfolgt über Spendenmittel, die der Förderverein Sicheres Baden-Baden e.V. sammelt.
Weitere Informationen
Initiatorin und Ansprechpartnerin für das Projekt "HaLT" ist in Baden-Baden die Kommunale Suchtbeauftragte Karin Marek-Koßmann, Amt für Familien, Soziales und Jugend, Gewerbepark Cité 1, 76532 Baden-Baden, Telefon (07221) 93-14 45.
Die praktische Umsetzung übernimmt Wolfgang Langer, verantwortlicher Leiter der Fachstellen Sucht in Baden-Baden und Rastatt des Baden-Württembergischen Landesverbands für Prävention und Rehabilitation (BWLV)
Siehe auch: HaLT - Alkoholprävention für Jugendliche
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HaLT - Empfehlung zur Veranstaltung von Vereinsfesten (680036 Bytes) |
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