„Gartenland in Kinderhand“ im Familienzentrum
„Gartenland in Kinderhand“ heißt es im Scherer Kinder- und Familienzentrum, wo die Kleinen vor allem auch tatkräftig bei der Gartenpflege mithelfen.
Baden-Baden. Mit dem Einzug der Kinder in das neue Scherer Kinder- und Familienzentrum vor einem Jahr wurde das Gebäude schnell von den Kindern erobert. Im Außengelände wurde überwiegend Rasen gesät, für die Spielplatzflächen plante das städtische Gartenamt die Spielgeräte, die von den Kindern sehnlichst erwartet und nun täglich genutzt werden.
Um das Außengelände noch schöner zu gestalten, beteiligte sich das Scherer Kinder- und Familienzentrum an der Ausschreibung der Stiftung Kinderland und wurde beim Projekt „Gartenland in Kinderhand“ berücksichtigt. Durch diese Förderung war es möglich, mit den Kindern gemeinsam Beete anzulegen.
Im Familienzentrum, das gleichzeitig Mehrgenerationenhaus ist, erklärten sich drei Ehrenamtliche bereit, das Proekt tatkräftig zu unterstützen. Christel Freyberg, Eva Herm und Michaela Kriegel sind engagierte und fachkundige Gartenliebhaber und bringen ihr Wissen und Können in Planung und Pflege ein.
Bernd Angstenberger, Planungsteamleiter im städtischen Gartenamt, stand den „Mehrgenerationenhaus-Gärtnern“ bei einem ersten Treffen als Berater zur Seite. Wichtige Fragen bei der Planung waren zum Beispiel:
Wie können wir für die Kinder Erfolgserlebnisse schaffen? Welche Pflanzen locken Schmetterlinge an? Oder wie lässt sich der Garten allgemein verschö-nern? Die Arbeitsgruppe entschied sich für einen Kräutergarten, der den Kindern die verschiedenen Gewürze näher bringt.
Angepflanzt werden Gemüse und Obst wie Tomaten, Gurken und Himbeeren, anhand derer die Kinder die Entstehung einer Pflanze aus dem Samenkorn und das Wachstum beobachten und schließlich die leckere Frucht verspeisen können.
Nach langen Regenperioden im Frühjahr und damit verbundenem Warten hatte das Wetter Nachsicht. Die Firma Marco Rosenhahn FreiraumGestaltung ließ kostenfrei auf die vorgesehenen Beete Muttererde aufbringen und schaffte damit eine gute Basis für die Pflanzen. Die Ehrenamtlichen und die Erzieherinnen kümmerten sich um den Einkauf von Pflanzen und Gartengeräten für Groß und Klein. Kräftige Väter halfen die Erde umzugraben. Und schließlich bepflanzten die Kinder mit ihren Erzieherinnen die Beete.
Für die Kinder bedeutet der gemeinsame Garten: Gartenarbeit, Pflege, Kennenlernen von heimischen Nutz- und Wildpflanzen, Beobachten von biologischen Vorgängen, Zusammenarbeit mit anderen Kindern und Erwachsenen, gesunde Ernährung und ein Gefühl für Natur und Umwelt.
Besonders mit den Kräutern sind die Kinder sehr beschäftigt. Sie gießen fleißig und kümmern sich liebevoll. Viel Freude haben die Kinder an den verschiedenen Düften der Kräuter, die sie nach und nach kennen lernen. Neben der Gartenpflege werden weitere Aktivitäten geplant, sei es das gemeinsame Kochen oder die Herstellung eines Kräuterbuches.
Weitere InformationenSiehe auch: Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus

