Kastanienlaub gehört nicht in Haus-Kompost

Braunes Kastanienlaub in der milden Herbstsonne

Die Großkompostanlage zerstört die Miniermotte bei hohen Temperaturen


(c)Löwenzahn/pixelio.de

Baden-Baden. Noch vor der herbstlichen Blattfärbung weisen viele Kastanien im Stadtkreis bereits seit einigen Wochen eine bräunliche Blattfärbung auf. Eine der Ursachen dafür ist das Auftreten der Kastanienminiermotten, deren braune Fraßgänge der Larven auf den Blättern zu erkennen sind.


Um der weiteren Ausbreitung der Miniermotten vorzubeugen, bittet das Gartenamt, Kastanienlaub besonders gründlich aufzusammeln. Damit werden die Überwinterungsplätze der Puppen der Miniermotte entfernt. Kastanienlaub sollte daher auch nicht im eigenen Garten kompostiert werden. Vielmehr empfiehlt es sich, das Laub über die Braune Tonne oder die Grünabfallsäcke zu entsorgen.

 
Die Großkompostanlage erreicht nämlich beim Verrottungsvorgang höhere Temperaturen als der private Kompostplatz im Hausgarten, so dass die im Laub überwinternden Puppen abgetötet werden.


Die Kastanienminiermotten (Cameraria ohridealla) wanderte vor etwa 10 Jahren vom Balkan über Österreich nach Süddeutschland ein. Seit einigen Jahren sind auch die zahlreichen Baden-Badener Kastanien von den Miniermotten befallen. Allerdings führte dies nur zu einer Schwächung der Bäume, nicht jedoch zu einem Absterben.

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Siehe auch: Grünschnittanlage