Baden-Baden zeigt Flagge für Tibet
In Tibet streng verboren: Das Hissen der symbolträchtigen National-Flagge
Baden-Baden. Die Stadt Baden-Baden beteiligt sich am heutigen Mittwoch, 10. März, erneut an der weltweiten Aktion „Eine Flagge für Tibet“ und hisst auf dem Flaggenmast des Rathauses weithin sichtbar die tibetische Schneelöwenfahne.
Damit setzt das Rathaus ein Zeichen der Solidarität für den jahrzehntelangen gewaltlosen Widerstand der Tibeter und ihres geistlichen Oberhaupts, des Dalai Lama, gegen die chinesische Besatzungspolitik.
Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) mit Sitz in Altenstadt (Hessen) ruft bereits zum vierzehnten Mal die Städte dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen. In diesem Jahr wird dem 51. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands gedacht. Im vergangenen Jahr beteiligten sich allein in Deutschland über 1000 Städte und Landkreise an der Aktion.
Zu Beginn der Aktion waren es 1996 21 deutsche Städte. Rund 2000 Städte in Europa, darunter auch die Hauptstädte Paris und Prag, zeigten sich ebenfalls solidarisch. Bei der Anzahl der Teilnehmer liegt Deutschland allerdings weltweit an der Spitze.
Zum Hintergrund: Im Jahre 1996 startete mit der Aktion „Eine Flagge für Tibet“ eine der politisch bedeutsamsten und eindrucksvollsten Kampagnen der weltweiten Tibet-Bewegung. Die tibetische Nationalfahne, in deren Zentrum zwei Schneelöwen vor einem schneebedeckten Berg stehen, über dem die Sonne aufgeht, ist das äußere Symbol des Rechts der Tibeter auf Eigenständigkeit. Sie fußt in der tibetischen Tradition.
Die Schneelöwen stehen für die Regierung, die geistliche und weltliche Macht vereint. Die aufgehende Sonne symbolisiert das immer wiederkehrende Leben, und der überdimensionale rote und blaue Strahlenkranz die sechs alten Völker Tibets sowie die vom Himmel kommende Ordnung, die bewahrt und beschützt werde muss. Aufgrund ihrer Symbolik ist die tibetische Nationalfahne in Tibet streng verboten. Ihr Besitz oder ihre öffentliche Zur-Schau-Stellung zieht selbst für Ausländer harte Strafen nach sich.
„Um so wichtiger ist es dort Flagge zu zeigen, wo der chinesische Einfluss nicht hinreicht. Die beteiligten Oberbürgermeister und Landräte machen das deutlich. Sie setzen nicht nur ein Zeichen für ihre Sympathie gegenüber der tibetischen Sache; sie erinnern zudem daran, dass es sich um einen Konflikt handelt, der nicht nur unter dem Aspekt der Menschenrechtsverletzungen betrachtet werden kann. Es geht auch um völkerrechtliche Grundsätze, und es geht um die Frage von Recht und Unrecht; Unrecht, das dem tibetischen Volk bis heute angetan wird...“, so die TID zu den Hintergründen ihrer Aktion.
Siehe auch: www.tibet-initiative.de




Webcam-Film: "Ein Jahr in Bildern" (kleine Ansicht)