Gutachterliche Stellungnahme zum "Strandbad Sandweier"

Baden-Baden. Nach der Informations-Veranstaltung Ende Mai in Sandweier veröffentlicht die Stadtverwaltung eine Zusammenfassung der gutachterlichen Stellungnahme (Kurzbericht) zum "Strandbad Sandweier", künftig Badestelle Sandweier.

Es ist vorgesehen, eine weitere Informationsveranstaltung in Sandweier anzubieten, bei der auch der Gutachter für Informationen und Fragen zu Verfügung stehen wird. Zeitpunkt und Ort der Veranstaltung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Das Gesamtgutachten mit Gesetzesvorschriften kann - nach vorheriger Anmeldung - bei der Ortsverwaltung Sandweier eingesehen werden.

Stadtwerke informierte über Umwandlung in eine Badestelle

Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Pahl informierte bei einer öffentlichen Informations-Veranstaltung Ende Mai über die Gründe, das bisherige Strandbad in eine Badestelle umzuwandeln, die im Wesentlichen wie folgt sind: Die DLRG teilte den Stadtwerken mit, künftig den Strandbad-Wachdienst an Samstagen wegen der personell engen Situation nicht mehr übernehmen zu können. In diesem Zusammenhang gaben die Stadtwerke ein Gutachten der „Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V.“ in Auftrag.

Die Gutachter kommen zum Ergebnis, dass eine Badeaufsicht mit nur einer Person nur bis etwa 100 Badegästen akzeptabel ist. Darüber hinaus ist eine zweite Wasseraufsicht notwendig. Ebenso muss sich bei der Nutzung der Badeinsel eine Badeaufsicht auf dieser befinden. Die Fachleute machen darauf aufmerksam, dass wegen der Wassertiefe in Notfällen eine Rettung nur mit Tauchern möglich und auch bei Anwesenheit mehrerer Aufsichtspersonen ein erhöhtes Haftungsrisiko für den Betreiber besteht.

Als Variante zum Betrieb des Bades wird die Ausweisung des Badesees als Badestelle empfohlen. Bei einer Badestelle wird kein Eintritt erhoben und Baden erfolgt auf eigene Gefahr. Eine entsprechende Beschilderung ist anzubringen und die Hausordnung anzupassen. Gleichzeitig empfehlen die Fachleute eine freiwillige Badeaufsicht bei hoher Frequentierung der Badestelle.

Aus haftungsrechtlichen Gründen und zum Schutz der Mitarbeiter wollen die Stadtwerke den Badestrand als Badestelle ausweisen. Folgerichtig wurde die Badeinsel eingezogen. Am allgemeinen Betrieb des gesamten Badeareals nehmen die Stadtwerke keine Änderungen vor.

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