Museum Frieder Burda

Das Museum des Sammlers Frieder Burda an der Lichtentaler Allee ist ein herausragendes Juwel im Kurpark Baden-Baden. Einzigartig ist nicht allein die Architektur des vom renommierten New Yorker Stararchitekten, Richard Meier, erbauten Tageslichtmuseums, auch die Sammlung beinhaltet Sternstunden der Kunst. Die rund 800 Gemälde, Graphiken, Skulpturen und Objekte skizzieren den „Königsweg“ der Kunstgeschichte der letzten 100 Jahre. Diese Ausstellung findet im Wechsel mit Sonderausstellungen statt.

Museum Frieder Burda

Schwerpunkte der Sammlung Frieder Burda sind die klassische Moderne und die zeitgenössische Kunst. Die Sammlung besitzt mit insgesamt acht Werken einen überzeugenden Werkkomplex des späten Picasso. Amerikanische Künstler des abstrakten Expressionismus begründeten den Ruhm der New Yorker Schule. Neben Gemälden von Gottlieb, de Kooning, Pollock und Rothko enthält die Sammlung ein Hauptwerk von Clyfford Still – eine Seltenheit in der europäischen Museumslandschaft.

Im Museum Frieder Burda werden die Kunstwerke künftig in wechselnden Präsentationen der Öffentlichkeit vorgestellt. Pro Jahr ist eine größere Wechselausstellung geplant.

Der Neubau mit rund 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche findet auch wegen seiner direkten Anbindung an die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden große Beachtung. Erstmals in Deutschland verbinden sich staatlicher Kulturauftrag und privates Kulturengagement in dieser einzigartigen Form. 

Museum Frieder Burda

AKTUELLE AUSSTELLUNG: Katharina Grosse

11. Juni bis 9. Oktober 2016

Mit der Malerei von Katharina Grosse setzt das Museum Frieder Burda die Reihe seiner monographischen Ausstellungen bedeutender, internationaler Künstler fort. In diesem Kontext nimmt Katharina Grosse, die seit vielen Jahren zu den wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation zählt, eine sehr prägnante Position ein. In ihrer Malerei überwindet, sprengt und überhöht sie jedwede Oberfläche und macht sie zu ihrem Malgrund. Sie richtet sich also prinzipiell auf alle Flächen des Raumes - Wände, Decke, Boden - wie auch auf die Körper und Gegenstände im Raum.

In der großen Sommerausstellung im Museum Frieder Burda konzentriert sich Katharina Grosse auf Tafelbilder, also auf die eher klassische Form der Malfläche, dehnt diese aber bisweilen in Dimension und Format zu ungesehener Größe. Entscheidend ist die malerische Behandlung, mit der sie neue Bilder eröffnet hat. Durch gliedernde Strukturen wie parallele Linien und Schraffuren, aber auch durch gesprüht aufgetragene Farben scheinen sich ihre Malflächen in unterschiedlicher Weise zu entfalten: mal konkreter verdichtet, mal verschwimmend unscharf. Dem Betrachter bieten solche Bilder einen starken Eindruck und, zugleich einen nahezu körperlich spürbaren (Aus)Druck.

Die Grenze des rational Beschreibbaren lässt Grosse häufig hinter sich zugunsten einer unmittelbaren Wirkung des Farbverlaufes, der aufscheinenden, unbeschreiblichen Formen und der ungeahnten Räume, die sich damit in ihrer Malerei auftun. So entfaltet die raumgreifende Installation „ohne Titel (Ellipse)“ von 2009 einen eigenen Ort, der durch die sphärische, ovale Form wie durch die schiere Größe der Malerei eine besondere Auftrittsfläche verschafft. Mit über 7 Metern Höhe und 10 Meter Breite behauptet sich das Bild als eigener Raum gegenüber der Architektur des Museums.

Der Kontext ihrer Malerei mit der Architektur von Richard Meier steigert den Kontrast zwischen Rationalismus und Utopie. Die Grenzen des Raumes, hier des „White Cube“, werden aufgehoben zugunsten eines Dialogs der Farbgestalten, der sich nicht nur in den einzelnen Gemälden, sondern gerade auch zwischen den unterschiedlichen Bildern entwickelt. Katharina Grosse spannt in dieser Ausstellung nämlich den Bogen vom Beginn ihrer Karriere als Malerin Anfang der 90er Jahre bis zum heutigen Tag. Durch die Offenheit der Architektur ergeben sich dabei faszinierende Blickzusammenhänge.

Im begleitenden Katalog soll dieser Spannungsbogen nachvollzogen werden. Das Buch versammelt erstmals uber 100 Farbabbildungen ihrer Gemälde. Essays von Katrin Dillkofer und Helmut Friedel ergänzen die Publikation, die im Verlag der Buchhandlung Walther König erscheint.

Ausstellung „Katharina Grosse“ im Museum Frieder Burda
Ausstellung „Katharina Grosse“ im Museum Frieder Burda
Ausstellung „Katharina Grosse“ im Museum Frieder Burda
Ausstellung „Katharina Grosse“ im Museum Frieder Burda

Kinder-Audioguide im Museum Frieder Burda

Seit April 2015 stellt das Museum Frieder Burda Kindern kostenfrei einen Kinder-Audioguide mit Hörspielcharakter zur Verfügung, der sich an Kinder von etwa 6 bis 10 Jahren richtet.

„Kunstagenten forschen im Museum Frieder Burda“


Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b, 76530 Baden-Baden
Telefon +49 (0) 7221 398980, Fax +49 (0) 7221 3989830
E-Mail office@museum-frieder-burda.de
Internet www.museum-frieder-burda.de 


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