Gruppenfoto mit Bürgermeister Kaiser, Erzieherinnen und Kindern.
Freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung zum Naturpark-Kindergarten: Fränze Stein (Naturpark-Projektmanagerin), Roland Kaiser (Bürgermeister Baden-Baden), Katharina Müller (Kindergarten-Leiterin) und Marina Kronberg (Abteilungsleiterin Kita-Trägerschaft und Generationenarbeit Stadt Baden-Baden) mit Kindern des Städtischen Kindergartens in Ebersteinburg.

Baden-Baden hat jetzt einen Naturpark-Kindergarten

Baden-Baden (25.01.2023). Auf Zeitreise im Naturpark mit Maskottchen Urli Auerhahn zurück ins Mittelalter – das haben die Kinder im Städtischen Kindergarten Ebersteinburg in Baden-Baden erlebt.

Städtischer Kindergarten Ebersteinburg ist fünfter Naturpark-Kindergarten

Um den Wert der Kindergarten-Projekte im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung sichtbar zu machen, hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord den Kindergarten am Dienstag (24. Januar) zum Naturpark-Kindergarten ausgezeichnet. Damit ist der Städtische Kindergarten Ebersteinburg der erste Naturpark-Kindergarten in Baden-Baden. In der Naturpark-Kulisse ist es der fünfte.

Kooperationsvereinbarung zwischen Naturpark und Stadt

Die Kooperationsvereinbarung zur Zertifizierung unterzeichneten der Naturpark und die Stadt Baden-Baden vor einem Jahr. „Kinder lernen in ihren ersten Lebensjahren so viel, wie später nie wieder in ihrem Leben“, sagt die Projektmanagerin des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Fränze Stein, auf der Auszeichnungsfeier.

"In den Naturpark-Kindergärten lernen die Kinder viel"

„Deshalb wollen wir uns schon früh mit Projekten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung einbringen. In den Naturpark-Kindergärten lernen die Kinder viel über die Zusammenhänge in der Natur – etwa darüber, woher die Lebensmittel kommen oder über den Alltag auf einem Bauernhof, im Forst oder im Handwerk.“

Bürgermeister Kaiser dankt

An die Eltern der Kinder gewandt sagt Baden-Badens Bürgermeister Roland Kaiser bei der Auszeichnungsfeier: „Ein großes Dankeschön geht an Sie. Von Ihnen ging der Wunsch aus, Naturpark-Kindergarten zu werden. Mich freut das ganz besonders, weil mir das Konzept der Naturpark-Kindergärten sehr am Herzen liegt.“

Prägende Eindrücke schaffen Heimatgefühl

In den Naturpark-Kindergärten lernen die Kinder die Natur und die Tiere in ihrer Region kennen. „So entwickeln sie schon früh eine enge Verbindung zu ihrer Umwelt“, sagt Stein bei der Auszeichnungsfeier. „Das ist sehr wertvoll für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur. Bei den Projekten kommen die Kinder ihrer Heimat mit Herz und Hand nahe. Solche Eindrücke bleiben ein Leben lang.“

Zertifizierung für fünf Jahre gültig

Die Auszeichnung zum Naturpark-Kindergarten kann ein Kindergarten in der Regel nach einem Jahr erwerben. Die Zertifizierung ist fünf Jahre gültig. Mit der Auszeichnung ist der Kindergarten dazu verpflichtet, festgelegte Qualitätsstandards einzuhalten. Dazu zählt etwa, sich aktiv mit Projekten einzubringen und dafür Partnerinnen und Partner aus der Region zu gewinnen, an Fortbildungen teilzunehmen und eine nachhaltige Entwicklung anzustreben.

Jeder Freitag ein Naturpark-Tag

Seit der Kooperationsvereinbarung vor einem Jahr ist im Städtischen Kindergarten Ebersteinburg jeder Freitag ein Naturpark-Tag, das heißt ein Wald- und Wiesen-Tag. Zudem begleitet das Naturpark-Kindergarten-Maskottchen „Urli Auerhahn“ die Kinder bei allen Naturpark-Aktionen.

Große Naturpark-Projekte des Kindergartens

Beim großen Naturpark-Projekt „Das Leben vom 11. bis ins 14. Jahrhundert“ lernen die Kinder alles rund ums Leben der Menschen im Mittelalter. „Egal an welchem Platz wir uns in Ebersteinburg aufhalten, wir finden immer einen Teil aus unserer Dorf-Geschichte. Dies hilft uns dabei, den Kindern den Wandel ihrer Heimat bis in die heutige Zeit zu erklären“, beschreibt die Leiterin Städtischer Kindergarten Ebersteinburg, Katharina Müller, das Projekt.

Kinder besuchten Burgruinen

So erfuhren die Kinder etwa, was die Menschen im Mittelalter anbauten und welche Gerichte sie mit ihren regionalen Produkten zubereiteten. Um das Leben damals greifbar zu machen, besuchten die Kinder die Burgruine Alt-Eberstein, das Alte Schloss Hohenbaden und den ortseigenen Steinbruch, aus dessen Steinen die Burg, das Schloss und die Kirche erbaut wurden.

Anzahl der Naturpark-Kindergärten wächst stetig

Das Projekt der Naturpark-Kindergärten ist 2020 gestartet. Neben dem jüngsten Naturpark-Kindergarten in Baden-Baden-Ebersteinburg gibt es im nördlichen und mittleren Schwarzwald vier weitere in Enzklösterle und Ebhausen (Landkreis Calw), Bühlertal (Landkreis Rastatt) und in Karlsruhe-Durlach.

Hintergrund: Das Konzept der Naturpark-Kindergärten

Im Naturpark-Kindergarten lernen die Kinder bei vielseitigen Projekten ihre Heimat in der Naturparkregion besser kennen und bauen so eine natürliche Verbundenheit zu ihr auf. Die Erzieher/innen machen mit den Kindern Ausflüge und besuchen regionale Expert/innen aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Obst- und Gartenbau, Naturschutz, Kultur und Brauchtumspflege sowie dem lokal ansässigen Handwerk. So lernen die Kinder etwa, woher die Lebensmittel kommen, wie sie sich gesund und regional ernähren können oder wie auf Bauernhöfen, Streuobstwiesen, im Forst oder im Handwerk gearbeitet wird.