Werk des Künstlers Banksy „Love is in the bin“: der Schatten eines kleinen Mädchens greif nach einem Ballon in Herzform der in die Luft fliegt. Das Bild hängt halb zerschreddert in dem Bilderrahmen.
„Banksy macht nicht nur Kunst, er ist Kunst. Jedes Bild, jeder Auftritt ist Teil dieses Meta-Kunstwerkes.“ Georg Seeßlen

Banksys Werk im Museum Frieder Burda

Baden-Baden (31.01.2019). Das Museum Frieder Burda präsentiert das kürzlich bei Sotheby‘s in London versteigerte von einer europäischen Sammlerin erworbene Banksy-Werk „Love is in the Bin“ im Februar 2019 erstmalig der Öffentlichkeit. Die Arbeit ist vier Wochen, vom 5. Februar bis 3. März, zu sehen und wird von einem Symposium begleitet.

Seit Bestehen der Konzept-Kunst hat es immer wieder künstlerische Versuche gegeben, die eigene Existenz des Kunstwerkes zu verflüchtigen oder gar zu zerstören und damit seinen materiellen Wert zu unterminieren oder in einen anderen Wertkontext zu transferieren. Mit Banksys sich selbst zerstörendem Bild „Girl with Balloon“ von 2006 hat diese künstlerische Strategie zweifellos einen neuen, radikalen Höhepunkt erreicht, der entsprechend global für Aufsehen sorgte. Von 0 auf 100 ist die Arbeit zu einem der international bekanntesten Bilder avanciert – und das in einer Welt, die von Bildern geradezu überflutet ist.

Charity-Aktion statt Eintritt

Banksys neues Kultbild „Love is in the Bin“ wird parallel zur aktuellen Ausstellung „Die Brücke“ in einem separaten Kabinett des Museum Frieder Burda gezeigt. Neben vertiefenden Hintergrundtexten zum Künstler und zur Entstehungsgeschichte des Werkes werden in Kurzfilmen Banksy selbst vorgestellt sowie die Vorgänge rings um die Auktion in London rekapituliert, bei der das Bild geschreddert wurde.

Das Museum gewährt bewusst freien Zugang zum Banksy-Kabinett, um Banksys Ideal eines demokratischen und unlimitierten Kunsterlebnisses gerecht zu werden. Er bittet aber alle Besucher um einen freiwilligen Spendenbeitrag für ein gemeinsam mit der Stadt Baden-Baden initiiertes Projekt, das – im Sinne von Banksys sozialem Engagement – die Bildung und Integration junger Flüchtlinge gezielt und nachhaltig fördert. Dazu wurde eine entsprechende Spendenbox im Museum aufgestellt.

Wohnungen für Flüchtlinge gesucht

Neben finanziellen Zuwendungen werden auch dringend Wohnungen gesucht - egal ob klein oder groß, Singlewohnungen oder Wohngemeinschaften.

Bürgerinnen und Bürger die sich vorstellen können, ihre Wohnungen an Flüchtlinge oder an die Stadtverwaltung zu vermieten können sich bei Iska Dürr, Fachbereichsleitung Bildung und Soziales, (E-Mail: , Tel. 07221 93-14 10), Kathrin Warth, Teamleitung Flüchtlingssozialarbeit, (E-Mail: , Tel. 07221 93-14 55 8) oder Peter Weingärtner, Fachgebietsleiter Soziale Leistungen, (E-Mail: , Tel. 07221 93-14 41) wenden.

Weitere Informationen zu der Ausstellung gibt es auf der Webseite des Museums Frieder Burda unter www.museum-frieder-burda.de.