Cornelia von Loga, Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Ingo Kautz präsentieren den neuen Defibrillator in der Grobbachhalle (von links).
Cornelia von Loga, Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Ingo Kautz präsentieren den neuen Defibrillator in der Grobbachhalle (von links).

Weitere Defibrillatoren in städtischen Einrichtungen

Baden-Baden (24.11.2021). In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 100.000 Menschen unvermittelt am Herztod. Daher hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen neben den bereits vorhandenen Defibrillatoren weitere städtische Einrichtungen mit Anlagen auszustatten. Bei einem Pressetermin in Geroldsau informierte Oberbürgermeisterin Margret Mergen über die Planungen und präsentierte das kürzlich installierte Gerät in der Grobbachhalle.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen zeigt auf die Anleitung des DefibrillatorsBild vergrößern
Oberbürgermeisterin Margret Mergen informierte über die Planungen der Stadtverwaltung weitere Einrichtungen mit Defibrillatoren auszustatten.

Lebensrettende Bedeutung von Defibrillatoren

Oberbürgermeisterin Mergen betonte die lebensrettende Bedeutung von Defibrillatoren in der Ersten Hilfe. Der Einsatz der Geräte habe sich bewährt und sei in Notsituationen Gold wert. Mittlerweile seien an vielen Orten im Stadtkreis Geräte verfügbar. 20 davon seien im öffentlichen Raum und 24 Stunden zugänglich. Weitere 20 seien in Sportstätten, Schulen oder anderen Einrichtungen und während der Nutzungszeiten verfügbar.

Genauso wichtig wie die Verfügbarkeit von Defibrillatoren sei aber auch die Kenntnisse in der der Ersten-Hilfe regelmäßig aufzufrischen. Die Initiative für den neuen Defibrillator in Geroldsau ging von Cornelia von Loga aus. Die Stadträtin berichtete über einen tragischen Todesfall im Bereich der Halle, der sich vor der Corona-Pandemie ereignet habe. Danach sei der Wunsch nach einem Gerät laut geworden. Sie freue sich, dass die Stadt diesen Wunsch nun erfüllt habe.

Defibrillator für medizinische Laien einfach zu bedienen

Aktuell wurden die Grobbachhalle und das Aumattstadion mit Defibrillatoren ausgestattet. Für die noch ausstehenden Hallen im Rebland, Haueneberstein und Balg wurden die entsprechenden Aufträge bereits erteilt. Nach Eingang der Lieferungen werden auch dort die „Defis“ umgehend montiert und stehen dann auch für eine schnelle Erstversorgung zur Verfügung. Die Stadtverwaltung hat sich für das Modell Primedic Heartsave AED Defibrillator entschieden. Hierbei handelt es sich um ein Gerät das mit einer Batterie ausgestattet ist, die bis zu sechs Jahren hält.

Der Defibrillator ist auch für medizinische Laien einfach zu bedienen. Mit klaren und strukturierten Sprachanweisungen leitet er in drei Sprachen durch die einzelnen Schritte. Er überprüft die Herzfunktion und gibt falls notwendig über Elektroden gezielte Stromstöße ab. Das Gerät gibt nur dann Elektroschocks ab, wenn tatsächlich ein lebensgefährliches Kammerflimmern vorliegt.

Übersicht der Defibrillatoren im Stadtkreis

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