Schüler der 5. und 6. Klassen des RWG wurden mit Hilfe eines Dunkeltunnels für Gefahren im morgendlichen Straßenverkehr sensibilisiert.

Dunkeltunnel-Aktion am Richard-Wagner-Gymnasium

Baden-Baden (26.11.2019). Vergangene Woche wurde am Richard-Wagner-Gymnasium (RWG), wie alle zwei Jahre, die Dunkeltunnel-Aktion durchgeführt. Kinder sollen dabei für die Gefahren im morgendlichen Straßenverkehr sensibilisiert werden, insbesondere in der dunklen Jahreszeit. Alle fünften und sechsten Klassen des RWG nahmen daran teil.

Mit dem Blick in den Dunkeltunnel nehmen die Kinder die Perspektive eines Autofahrers ein und können so nachvollziehen, wie Radfahrer und Fußgänger aus seiner Sicht im morgendlichen Dunkel wahrgenommen werden. Die Kinder werden so dazu ermuntert, helle Kleidung sowie Schulranzen mit Reflektoren zu tragen und auch mit Unachtsamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer zu rechnen. Nicht nur die Kleidung, auch das Fahrrad soll im Straßenverkehr gut sichtbar sein. Dazu wurden die Fahrräder der Schüler, die mit dem Rad gekommen waren, einem Sicherheitscheck unterzogen. Funktioniert das Licht? Sind die zehn vorgeschriebenen Reflektoren dran? Erfreulicherweise waren die meisten Räder gut ausgestattet.

Die Schüler schätzen den Anhalteweg völlig falsch ein

Interessant ist auch, wie die Schüler den Anhalteweg eines Autos mit Tempo 50 einschätzten. Die Schätzungen lagen oft bei drei bis fünf Meter (was der Sichtweite im Dunkeltunnel entsprach). Leider liegt der Bremsweg tatsächlich bei rund 40 Meter, denn alleine in der Reaktionszeit, bis der Fahrer den Bremsvorgang beginnt, fährt er pro Sekunde über acht Meter.

Die Aktion wurde vom ADFC (Allgemeiner deutscher Fahrradclub) durchgeführt und von der Stadt Baden-Baden finanziert. Vom ADFC war Antje Sommer federführend involviert. Die Organisation an der Schule oblag der Lehrerin und Beauftragten für Verkehrssicherheit der Schule, Andrea Rosch.