Fässer mit dem Symbol für Radioaktivität

Infoveranstaltungen zur Standortsuche für atomares Endlager

Baden-Baden (12.01.2021). Zum Verfahren der Standortsuche für ein atomares Endlager in Deutschland geben das baden-württembergische Umweltministerium und die Bundesgesellschaft für Endlagerung Auskunft zu den Auswahlkriterien. In der ersten Suchschleife wurden laut Stadtpressestelle bundesweit 90 mögliche Teilgebiete festgelegt, die etwa die Größe der halben Fläche Deutschlands aufweisen.. 

Ende September hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung, BGE, den „Zwischenbericht Teilgebiete“ veröffentlicht. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass es grundsätzlich geeignete Gebiete für ein atomares Endlager in Deutschland gibt. Die BGE hat insgesamt 90 Teilgebiete bundesweit identifiziert, die im weiteren Verfahren eingehend auf ihre Eignung untersucht werden. Auch Gebiete in Baden-Württemberg sind dabei.

Vier Online-Veranstaltungen

Über den Stand des Auswahlprozesses, die Kriterien und wie es weitergeht, werden das Umweltministerium und die BGE in vier Online-Veranstaltungen informieren. Die Veranstaltungen richten sich vor allem an Bürger. „Es gibt einen großen berechtigten Informationsbedarf“, sagte Landesumweltminister Franz Untersteller. „Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, dass der Auswahlprozess möglichst transparent und nachvollziehbar verläuft. Deshalb stellen wir und die Bundesgesellschaft für Endlagerung uns den Fragen aus der Bevölkerung, die es möglicherweise gibt.“ Untersteller bekräftigte aber erneut, dass es bislang keine Vorfestlegung auf einen Standort gebe: „Nicht einmal ansatzweise“, so Untersteller.

Die Informationsveranstaltung im Regierungsbezirk Karlsruhe ist am Donnerstag, 21. Januar, von 18 bis 19 Uhr. Interessierte Bürger können sich unter folgendem Link anmelden: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/service/veranstaltungen/kalender/termindetails/endlager-info-veranstaltung/online-anmeldung/

Weitere Informationen

Die Endlagersuche hat das Ziel den Standort in Deutschland für die Tiefenlagerung der hochradioaktiven Abfälle zu finden, der für eine Million Jahre die bestmögliche Sicherheit bietet. Die Suche erfolgt in einem wissenschaftsbasierten, transparenten, sich selbst hinterfragenden und lernenden Verfahren in drei Phasen.

Weiter Informationen gibt es laut Stadtpressestelle auf der Internetseite der BGE: www.bge.de/de/endlagersuche/. Dort gibt es unter anderem ein Erklär-Video, Infos zum ersten Zwischenbericht sowie Fragen und Antworten zur Standortauswahl. Zudem gibt es Informationen zur Geschichte der Endlagersuche und zu den damit beauftragten Stellen.