Infoveranstaltung mit Podiumsdiskussion: „Ich will nach Hause – Vom Hin-und Weglaufen dementiell erkrankter Menschen“

Baden-Baden (04.10.2019). Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz können unruhig und getrieben sein und einen ausgeprägten Bewegungsdrang entwickeln. Dies kann dazu führen, dass sie allein und orientierungslos unterwegs sind. Die Sorge ist dann bei Angehörigen und dem gesamten Umfeld groß: Wohin wollen sie? Finden sie wieder nach Hause? Was kann alles geschehen? Was muss man unternehmen? Gibt es Möglichkeiten, das Hin- oder Weglaufen zu verhindern?

Informationen und Anmeldung

Diese Fragen werden bei einer Infoveranstaltung im Rahmen der städtischen Demenzkampagne am Dienstag, 15. Oktober, von 17.30 bis zirka 19.30 Uhr, im Landgericht Baden-Baden, Gutenbergstraße 17, Saal 118, aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 07221 3022790. Veranstalter sind die Alzheimergesellschaft Baden-Baden e.V., der Ambulante Hospizdienst, die städtische Betreuungsbehörde sowie der Sozialdienst katholischer Frauen.

Programm

Nach einem einleitenden Referat von Konrad Stolz, Jurist und emeritierter Professor für Familienrecht und Betreuungsrecht an der Hochschule für Sozialwesen in Esslingen, gibt es eine Podiumsdiskussion mit Vertretern unterschiedlicher Bezugsgruppen. Andrea Merx, Richterin beim Amtsgericht, beschäftigt sich mit der Frage, wie die Justiz mit dem Thema umgeht.

Mirela Rapp stellt als gerontopsychiatrische Fachkraft den persönlichen Umgang mit Menschen mit Demenz dar. Anne Schweig und Thomas Walter von der städtischen Wohnberatungsstelle geben Tipps über eventuelle technische Hilfen. Dr. Hans-Ullrich Biewener schildert die Situation der Angehörigen und Lutz Kirchner, Leiter Polizeirevier Baden-Baden, informiert, was passiert, wenn die Polizei zum Einsatz kommen muss.