Zu Beginn der Aktion wurde den Schülern das Thema Auerhahn näher gebracht: Die Schüler stehen im Halbkreis um die Förster und hören zu.
© Naturpark Schwarzwald MitteNord Zu Beginn der Aktion wurde den Schülern das Thema Auerhahn näher gebracht.

Lebensraum der scheuen Auerhühner gepflegt

Baden-Baden (02.08.2018). Der Schwarzwald beheimatet die größte Auerhuhn-Population Zentraleuropas. Doch der Bestand ist gefährdet. Um die Lebensbedingungen der scheuen Tiere zu verbessern, haben der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und das Städtische Forstamt Baden-Baden 2011 eine gemeinsame Aktion ins Leben gerufen, um durch Habitat-Pflegemaßnahmen den Lebensraum für das Auerwild zu verbessern.

Schüler des Gymnasiums Hohenbaden

Auch in diesem Jahr packten wieder rund 50 Helferinnen und Helfer im Höhengebiet des Stadtwaldes tatkräftig mit an. Unter ihnen waren – wie schon in den Vorjahren – 40 Schüler des Gymnasiums Hohenbaden. Ihr Ziel: Schaffung lichter Strukturen in sonst geschlossenen Waldbeständen, um die Heidelbeere als wichtige Nahrung für die Auerhühner zu erhalten und zu fördern.

Die Aktion fand im Rahmen von „Herzenssache Natur“ statt – einer Veranstaltungsreihe des Naturparks, die ehrenamtlichen Helfern die Möglichkeit bietet, sich aktiv für Natur und Umwelt in der Region einzusetzen. „Um die reiche Natur- und Kulturlandschaft im Naturpark zu erhalten, sind vielerorts Pflegeeingriffe durch den Menschen erforderlich“, erklärte die stellvertretende Naturpark-Geschäftsführerin Yvonne Flesch.

Zahlreiche Freiwillige

So hat auch die Habitatpflege für das Auerhuhn im Stadtwald Tradition. Der Charaktervogel des Schwarzwalds verfügt über eine Flügelspannweite von rund 90 Zentimetern, ist rund einen Meter groß und vier bis fünf Kilogramm schwer.

„Zum Landen und Starten benötigt das Auerhuhn Platz zwischen den Bäumen. Außerdem wachsen Heidelbeeren, die bevorzugte Nahrung des Auerwilds, nur auf lichten, sonnigen Flächen. Diese Aktion sichert also einen wichtigen Teil seines Lebensraumes im Schwarzwald“, erklärte Forstamtsleiter Thomas Hauck vor Ort.

Hauck freute sich, dass sich auch im achten Jahr in Folge wieder zahlreiche Freiwillige eingefunden hatten, um ein Zeichen für den Naturschutz zu setzen. Um die Anfahrt zur „Roten Lache“ zu vereinfachen, hatte die Stadt wie in den Vorjahren eine kostenlose Fahrt im Waldbus angeboten. Zudem wurden Arbeitshandschuhe gestellt.

Weitere Informationen

Nähere Informationen zu den Aktionen erhalten Sie im Internet unter www.naturparkschwarzwald.de, www.naturparkschwarzwald.blog oder bei der Geschäftsstelle des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, Tel. 07223 957715-0.