Margret Mergen und Maximilian Lipp, Leiter des städtischen Fachbereichs Ordnung und Sicherheit, und Johanna Schönauer, Leiterin der städtischen Abteilung Verkehrsregelung und -überwachung stellen die neuen Lärmanzeigegeräte vor.
Margret Mergen und Maximilian Lipp, Leiter des städtischen Fachbereichs Ordnung und Sicherheit, und Johanna Schönauer, Leiterin der städtischen Abteilung Verkehrsregelung und -überwachung stellen die neuen Lärmanzeigegeräte vor.

Mergen nimmt 3 Verkehrslärm-Anzeiger in Betrieb

Baden-Baden (29.11.2019). Oberbürgermeisterin Margret Mergen nahm im Rahmen eines Pressetermins drei Lärmdisplays in Betrieb. Zur Reduzierung des Verkehrslärms, vor allem durch Motorradfahrer, montierte die Stadt in der Maximilianstraße und der Beuerner Straße je einen dieser elektronischen Lärmanzeiger. Die Anzeige in der Geroldsauer Straße geht Anfang Dezember ans Werk.

Förderprogramm des Landesverkehrsministeriums

Motorradlärm wird oft als störend wahrgenommen und tritt nicht selten gerade zu jenen Zeiten auf, an denen Anwohner Erholung und Ruhe suchen. Wegen zahlreicher Beschwerden aus der Bevölkerung entschloss sich der städtische Fachbereich Ordnung und Sicherheit an einem Förderprogramm des Landesverkehrsministeriums zur Lärmreduzierung teilzunehmen.

„Die Stadt macht den Lärmschutz jetzt noch sichtbarer“, sagte Margret Mergen. „In meinen Bürgersprechstunden steht das Thema Lärm immer wieder auf der Tagesordnung. Wir haben speziell am Wochenende viel Ausflugsverkehr von Autos und Motorrädern. Manche sind gerne laut unterwegs und nerven damit die Menschen, die hier wohnen. Die Lärmdisplays sagen den Fahrer: ‚Du bist zu laut!‘. Die Anzeigetafeln werden Wirkung zeigen.“

Präventive Maßnahme zur Lärmreduzierung

Das Lärmdisplay zeigt in grün "Danke" an.Bild vergrößern

Die Lärmdisplays sind eine präventive Maßnahme zur Lärmreduzierung. Durch die Lärmanzeige können Verkehrsteilnehmer, insbesondere Motorradfahrer, zu einer moderaten und damit lärmreduzierten Fahrweise angehalten werden. Die Geräte erkennen durch akustische Erfassung der sich nähernden Fahrzeuge, um welche Art von Fahrzeug es sich handelt und messen dabei gleichzeitig Geschwindigkeit und die Lautstärke.

Stellt das Gerät ein Überschreiten der Lärmgrenzwerte fest, erscheint eine entsprechende Nachricht an den Verursacher auf der Anzeigetafel. Sie informiert, ob das Fahrverhalten gegenwärtig in Ordnung oder eine lärmmindernde, also langsamere Fahrweise geboten ist.  Ist die Geschwindigkeit in Ordnung, erscheint auf dem Display in grüner Schrift das Wort „Danke“. Bei zu hoher Geschwindigkeit kommt in roter Schrift bei Motorrädern das Wort „Leiser“, bei allen anderen Fahrzeugen das Wort „Langsam“.

Gerät misst per Lasertechnik

Die Lärmanzeiger informieren mit ihrer Nachricht die Fahrer, auf deren Straßenseite das Gerät angebracht ist. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge misst das Gerät per Lasertechnik sogar in beide Richtungen. Diese Daten werden erfasst. Maximilian Lipp, Leiter des städtischen Fachbereichs Ordnung und Sicherheit, betonte: „Wir sind sehr gespannt auf diese Datengrundlagen. Die Auswertungen werden uns nicht nur über die Lautstärke der Fahrzeuge wichtige Hinweise geben, sondern auch viel über das Verkehrsverhalten verraten.“

Um den Bereich der B500 und der Schwarzwaldhochstraße sowie den von der Großherzog-Friedrich-Luisen-Straße und der L78 von Gernsbach nach Oberbeuern kommenden Verkehr durch Lärmmessungen abzudecken, wurden für die drei Displays die Standorte Maximilianstraße 62, Fahrtrichtung stadtauswärts, Beuerner Straße gegenüber Hausnummer 64, stadteinwärts, und Geroldsauer Straße gegenüber Hausnummer 132, stadteinwärts, gewählt. Die Gesamtkosten für die Lärmanzeiger belaufen sich auf rund 55.000 Euro. Davon fördert das Verkehrsministerium Baden-Württemberg 12.000 Euro.