Bibliotheksleiterin Sigrid Münch (vorne, rechts) mit den beiden Kuratorinnen der Ausstellung, Regine Nohejl (links) und Elisabeth Cheauré (hinten, Mitte) in der Ausstellung.
Bibliotheksleiterin Sigrid Münch (vorne, rechts) mit den beiden Kuratorinnen der Ausstellung, Regine Nohejl (links) und Elisabeth Cheauré (hinten, Mitte).

Neues Muße-Literaturmuseum in der Stadtbibliothek eröffnet

Baden-Baden (12.10.2021). Das neue Muße-Literaturmuseum der Stadtbibliothek ist am Sonntag (10. Oktober) mit einem Festakt im Wandelgang der Trinkhalle und einem anschließenden „offenen Sonntag“ eröffnet worden. Es widmet sich dem vielschichtigen Themenkomplex „Baden-Baden in der Weltliteratur – Die Welt der Literatur in Baden-Baden“.

Bereits zwei Tage zuvor hatte die Bibliothek die Medienvertreter zu einem exklusiven „Preview“ in seine Räumlichkeiten in der Luisenstraße eingeladen. Dort gaben die beiden Kuratorinnen der Ausstellung, Prof. Dr. Elisabeth Cheauré und Dr. Regine Nohejl von der Universität Freiburg, gemeinsam mit Sigrid Münch, der Leiterin der Stadtbibliothek, einen umfassenden Überblick über die insgesamt 18 Stationen und Themenbereiche, die die Besucher erleben können.

Ausstellungsbereich mit Plakaten und Sessel
Ausstellungsbereich mit Bildern von Otto Flake, Tisch und Sessel.
Ausstellungsbereich mit Plakaten und Schreibmaschine
Ausstellungsbereich mit Plakaten und Hocker

Umbau und Erweiterung des früheren Literaturmuseums

Nach Umbau und Erweiterung des früheren Literaturmuseums bietet das neue Muße-Literaturmuseum in einer innovativen, multimedialen und mußevollen Dauerausstellung, Baden-Baden in der Weltliteratur und die Welt der Literatur in Baden-Baden zu entdecken. „Sie sind herzlich eingeladen, immer wiederzukommen. Der Aspekt des Selbstendeckens ist uns sehr wichtig“, betonte Sigrid Münch gemeinsam mit den Kuratorinnen vor der anwesenden Presse und ergänzte: „Auf die Besucher kommt eine völlig neue Erlebniswelt zu. Hier kommt ein richtiges Muße-Erlebnis zustande“.

Ganz egal, ob einzelne Grundschulkinder, ganze Schulklassen, Jugendliche oder Erwachsene: Der Rundgang durch die neugestalteten Räume ist ein Erlebnis: Spannende Texte, Schicksale und Geschichten über Baden-Baden, vom Mittelalter bis in die Gegenwart, spiegeln den Kurort in schillernder Ambivalenz: zwischen Muße und Nicht-Muße, zwischen Provinzialität und Internationalität, zwischen Sein und Schein. In den 18 Themenbereichen begegnet der Besucher Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die sich mit Baden-Baden auseinandergesetzt haben und in deren Werk die Kurstadt Spuren hinterlassen hat, die andererseits auch Baden-Baden prägten.

„Im Grunde ist es ein begehbares Buch mit Kapiteln, die man für sich entdecken kann“, sagte Elisabeth Cheauré. Vorgestellt werden etwa Alexandre Dumas, Mary Shelley, Victor Hugo, Clemens Brentano, Mark Twain, Alfred Döblin, aber auch Iwan Turgenjew oder Fjodor Dostojewski – insgesamt über 100 Schriftsteller, die in Baden-Baden geboren sind, hier wohnten, weilten oder kurten.

Weitere Informationen

Die Öffnungszeiten des Muße-Literaturmuseums sind dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Führungen ab fünf Personen sind möglich, allerdings mit telefonischer Vereinbarung.