Gruppenfoto: Flüchtlingskinder mit Betreuern und Handpuppen.
Erlebnisreiche und entspannte Tage verbrachten Flüchtlingskinder im Sprach-Camp der Stadtverwaltung.

Sprachcamp für Kinder aus Flüchtlingsfamilien

Baden-Baden (14.08.2019). In der zweiten Woche der Sommerferien konnten elf Baden-Badener Kinder ihre Deutschkenntnisse auf ganz besondere Weise trainieren: Im Sprach-Camp des städtischen Sachgebiets Sozialbetreuung für Geflüchtete wurde gemeinsam gebastelt, gespielt, gewandert und gesungen.

Eine Herausforderung war hierbei der tägliche Programmpunkt Theater, für den die Evangelische Friedensgemeinde der Stadt kostenfrei das Hermann-Maas-Haus in Haueneberstein zur Verfügung stellte. Britta Amtsberg, Regisseurin und Theaterpädagogin, leitete die Kinder im Improvisieren an und ermutigte auch, einfach loszusprechen. Denn oft kann man schon mehr mit der fremden Sprache ausdrücken, als man denkt!

Flüchtlingskinder verbringen erlebnisreiche Tage

„Hallo, ich bin der König!“ sagt Hamza und streckt freudestrahlend seine Strumpfpuppe entgegen. Zu Beginn des Projekts hatten alle Kinder mit den Sozialarbeiterinnen Alena Kozina und Alexandra Schickinger lustige Strumpfpuppen gebastelt. „Das Schöne an diesen Handpuppen ist, dass die Kinder sich leichter trauen, etwas auf Deutsch zu sagen“, stellt Sachgebietsleiterin Kathrin Warth begeistert fest. Abgerundet wurde das fünftägige Programm in Kooperation mit der städtischen Integrationsbeauftragten Hanna Panther durch spielerische Aktionen und eine Wanderung zum Merkur.

Die Idee für das Sommer-Camp entstand während der ehrenamtlichen Arbeit der Projektgruppe Sprache und Bildung im Rahmen des vom Land geförderten Entwicklungsprozesses „Engagiert zusammenleben“. Für die elf Kinder wirken die spannenden Sommer-Camp-Tage weiter: Sie haben viel Neues gelernt, das sie weiter nutzen werden und haben neue Freunde gefunden.