Sägeblatt

Weil es leiser ist, wird Fieserbrücke zersägt

Baden-Baden (12.02.2020). Der Oberflächenbelag ist abgetragen. Jetzt geht es an den zweiten Schritt der Sanierung der Reinhold-Fieser-Brücke. Stück für Stück wird das die Oos überspannende Bauwerk zersägt.

In insgesamt 20 Teile zerkleinert eine Spezialsäge die Brücke. Projektleiter Vincenz Wienk-Borgert von städtischen Tiefbauabteilung erläutert die Arbeiten: „Diese Vorgehensweise ist leiser, als wenn wir die Brücke mit einem Pressluftmeisel zerlegen. Den würde man dann in der gesamten Stadt hören, nicht so beim Sägen. Schließlich arbeiten wir im sensiblen Innenstadtbereich.“

Bereich der zersägt wird
Mitarbeiter der Baufirma steuert Säge mit einer Fernbedienung
Projektleiter Vincenz Wienk-Borgert von städtischen Tiefbauabteilung

Einzelteile werden mit Schwerlastkran angehoben

Die Einzelteile werden in der nächsten Woche mit einem Schwerlastkran angehoben und mit LKWs zur Recyclingstation abtransportiert. In der letzten Februarwoche sind etwa vier Fünftel der Brücke abgetragen. Nur der nahe dem Atlantic Parkhotel liegende Rest bleibt vorläufig weiter bestehen. Er wird als Fußgängerbrücke genutzt, bis der untere Teil der Brücke wieder hergestellt ist. 

Die Fertigstellung der Fieserbrücke ist für Ende Juni 2021 geplant. Dazwischen gibt es laut Wienk-Borgert Baupausen, so beispielsweise während des Heel-Laufs, des SWR3 New-Pop-Festivals und des Christkindelsmarkts. Das ist der Grund für die mit 17 Monaten relativ lang angesetzte Bauzeit. Zum Christkindelsmarkt soll bereits der untere Brückenteil fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 3.5 Millionen Euro. Die Arbeiten liegen im Zeitplan.