OB Dietmar Späth steht auf Bühne des Kurhauses und trägt die Amtskette.
Nach der Vereidigung trägt Baden-Badens neuer Oberbürgermeister Dietmar Späth erstmals die Amtskette.

Zahlreiche Baden-Badener bei Amtseinführung von Dietmar Späth

Baden-Baden (21.06.2022). Der Bénazet-Saal des Kurhauses war gut gefüllt. Zahlreiche Menschen kamen zur feierlichen Amtseinführung von Baden-Badens Oberbürgermeister Dietmar Späth. Groß war auch die Schlange der Menschen, die Späth, begleitet von dessen Gattin Susanne, beim Defilee im Foyer des traditionsreichen Kurhauses zum neuen Amt gratulierten und beglückwünschten. Teilweise standen die rund 600 Gäste Späths bis zur Konzertmuschel an.

Grußworte und Reden

Nach Klängen der Philharmonie begrüßte Erster Bürgermeister Alexander Uhlig in einer gekonnten und augenzwinkernden Rede, in der er den leidenschaftlichen Fußballer Späth als „Spielmacher des Teams Rathaus“ bezeichnete. Nach der Vereidigung und Verpflichtung legte Stadtrat Heinrich Liesen Dietmar Späth die Amtskette um.

Danach ging Regierungspräsidentin Sylvia Felder zum Rednerpult und wählte mahnende Worte in Richtung Gemeinderat: „Sie alle prägen das Bild zwischen Merkur und Fremersberg, das von dieser Stadt in die Welt hinausstrahlt. Konsens erzielen und Kompromisse schmieden, das ist die Grundlage und ein gedeihliches Miteinander.“

Grußworte sprachen Rastatts Landrat Christian Dusch, Sonja Mrusek, Vorsitzende der Bürgerstiftung Baden-Baden, und Armin Zeitvogel, Präsident des Sportausschusses. Eingerahmt von gekonnt vorgetragener Blasmusik und dem Banderlied als Abschluss sprach Dietmar Späth.

Der Musikverein Baden-Baden Balg und die Musikkapelle Geroldsau auf der Bühne des Kurhauses.
OB Späth auf der Bühne des Kurhauses. Im Hintergrund sind Musiker zu sehen.
OB Späth mit der Amtskette.

„Zusammen“ und „gemeinsam“

Er streckte Gemeinderat und Bürgerschaft die Hand entgegen und nutzte in seiner frei vorgetragenen Rede oft die Worte „zusammen“ und „gemeinsam“: „Ich verspüre große Demut, aber auch große Vorfreude auf all das, was auf mich zukommt. Alle, die Sie hier sind, begrüße ich als meine Ehrengäste. Die Baden-Badener sollten alle glücklich sein in einer solch wunderschönen Stadt zu leben.“

Er wolle zuhören und helfen, sagte Späth. Aber: „Ich bitte sie an dieser Stelle um Nachsicht, denn ich werde als Oberbürgermeister nicht immer in allen Dingen helfen können und muss sicher manchmal, auch wenn es schwerfällt, Nein sagen müssen.“

An die Gemeinderäte richtete er die Worte: „Ich setze großes Vertrauen in Sie. Was früher einmal gewesen ist, das zählt heute nicht mehr. Ab heute beginnt für mich eine Zeit, die ich gerne mit großem Respekt und Wertschätzung begleite. Und dies wünsche ich mir auch in der gemeinsamen Arbeit im und mit dem Gemeinderat.“

Baden-Baden als Friedensbringer

Späth unterstrich mit dem benachbarten Landkreis Rastatt gut zusammenarbeiten zu wollen. Dazu gehöre auch der Neubau des Klinikums Mittelbaden, mit dem man gemeinsam eine tragfähige Lösung zum Wohle der Patienten in der Region für die nächsten 50 Jahre finden werde. Zudem betonte Späth den für die Stadt so wichtigen Welterbetitel. Ebenso wichtig aber sei ihm die Auszeichnung „Familienfreundliche Stadt“. Diese müsse ebenfalls noch weiter ausgebaut werden.

„Ich sehe Baden-Baden aber auch als einen Friedensbringer. Mir persönlich macht es Angst, was da in der Welt passiert. Frieden muss unser aller Ziel sein! Unsere Stadt ist wie geschaffen dafür, diese Botschaft in alle Welt zu tragen.“ Dabei erinnerte Dietmar Späth an die historische Bedeutung Baden-Badens als Startpunkt für den europäischen Friedensprozess. Frieden beginne bei uns persönlich, Frieden mit sich selbst, der Umgebung, mit der Familie.