Social Media-Nutzungskonzept
Was sind Soziale Netzwerke, Soziale Medien bzw. Social Media überhaupt?
Laut Duden versteht man unter „Social Media“ die „Gesamtheit der digitalen Technologien und Medien, über die Nutzer miteinander kommunizieren und Inhalte austauschen können.“ Social Media umfassen eine Vielzahl von Plattformen und Tools, die alle der Kommunikation, Interaktion und dem Austausch der Nutzer dienen. Da jeder sie verwenden kann, haben Social Media die Medienlandschaft massiv beeinflusst. Grob einteilen lassen sich Social Media wie folgt:
- Soziale Netzwerke (zum Beispiel Facebook, Twitter)
- Foto- und Videonetzwerke (zum Beispiel YouTube, Vimeo, Persicope)
- Mobile Communitys (zum Beispiel Instagram, Snapchat)
- Messenger-Dienste (zum Beispiel WhatsApp, Facebook Messenger)
- Blogs (zum Beispiel Food-Blogs, Corporate Blogs, Tumblr)
- Open-Source-Plattformen (zum Beispiel Wikipedia)
- Musik- und Audioplattformen (zum Beispiel Spotify, Deezer, Soundcloud)
- Sharing-Plattformen (zum Beispiel Slideshare, Scribd, medium.com)¹
Das Besondere an Social Media ist: Sie ermöglichen den Dialog mit Nutzern, die sogenannte Many-to-many-Kommunikation. User produzieren Inhalte (User Generated Content) und über diese Inhalte findet ein permanenter, zeitlich unbegrenzter Austausch mit anderen Usern statt. Damit ist die One-to-many-Kommunikation, wie man sie von der klassischen Werbung her kennt, passé.²
Warum nutzt die Stadt Baden-Baden Soziale Netzwerke?
„Stadt muss dort stattfinden, wo die Menschen sind undwenn viele Menschen Soziale Medien nutzen,dann muss sich die Stadt dorthin begeben!“Norbert Brugger, Städtetag Baden-Württemberg
Die Sozialen Medien gehören heutzutage genauso zum Alltag wie das Telefon oder das Internet. In kurzer Zeit haben sie die Mediennutzung und das Kommunikationsverhalten nachhaltig verändert. Kommunikation verläuft nicht länger von wenigen Sendern zu vielen Empfängern (one-to-many-Kommunikation). Jeder ist heute Sender und Empfänger zugleich, sodass auch die Grenzen zwischen Medienproduzenten und Medienempfängern verschwimmen. Wo früher Informationen von offiziellen Stellen kamen, kann heute jeder alles im Internet veröffentlichen, was er möchte. Die Sozialen Medien sorgen dabei für eine blitzschnelle Verbreitung.³
Die bisher bekannten und bewährten Medien wie zum Beispiel Tageszeitung, Fernsehen und Radio haben eine ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Junge Menschen lesen zum Beispiel immer weniger die Tageszeitung. Sie holen sich die Informationen aus dem Internet bzw. über die Sozialen Netzwerke. Deshalb muss man sich auch als öffentliche Verwaltung bewusst sein: Wenn man viele Bürger für städtische Themen interessieren möchte, darf man die Sozialen Netzwerke nicht mehr außer Acht lassen. Menschen aller Generationen verbringen immer mehr Zeit im Internet und in den Sozialen Medien. In der Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen sind nahezu alle online und immer mehr Senioren entdecken das Internet für sich.
Meldungen von Behörden werden nicht mehr wie früher nur über die klassischen Medienkanäle verbreitet. Durch Social Media ist es möglich, dass behördliche Informationen von jedem weiterverbreitet werden – eventuell verstümmelt oder sogar falsch. Viele Städte nutzen Social Media deswegen auch, um zu sehen, was über die Stadt gesprochen wird. Für die Stadt Baden-Baden ist es wichtig zu wissen, was über sie gesprochen wird. So kann man sich ein erstes Meinungsbild zu einem Thema machen, aber auch falsche Aussagen können richtiggestellt werden. Beleidigungen treten online häufiger auf als im realen Leben – selbst dann, wenn Nutzer unter ihrem tatsächlichen Namen agieren. Manchmal reguliert sich der „Meinungskampf“ im Netz selbst, wenn sich pro und contra in etwa die Waage halten. Manchmal ist es aber auch wichtig, als Stadt sofort zu reagieren.
Welche Vorteile erhofft sich die Stadt Baden-Baden von der Nutzung Sozialer Medien?
- Austausch und Kontaktpflege mit Bürgern, etc.
- Wertvolles Kommunikationsinstrument in einer Krisensituation
- Kostengünstiger und direkter Zugang zur Öffentlichkeit
- Steigerung des Bekanntheitsgrades
- Verbesserung des Images
- Bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen
- Erreichen von neuen Zielgruppen
- Stärkung des Wirtschaftsstandort Baden-Baden
- Darstellung als moderner, familienfreundlicher Arbeitgeber
- Mitreden, wo auch alle anderen sind
- Erreichen bestimmter Zielgruppen wie: Bürger, Digital Natives, Arbeitssuchende, Firmen/Existenzgründer, ehemalige Baden-Badener
Welche Risiken gibt es bei der Nutzung von Sozialen Netzwerken?
Datenschutzfolgenabschätzung
Aufgrund der Vorgaben der ab 25. Mai 2018 geltenden Datenschutzgrundverordnung (nachfolgend DSGVO) ist für die Angebote der Stadt Baden-Baden gemäß Art. 35 Abs.1 DSGVO eine Datenschutzfolgenabschätzung durchzuführen, wenn eine Form der Verarbeitung, insbesondere bei Verwendung neuer Technologien, aufgrund der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge hat: Datenschutzfolgenabschätzung.
Welche Social Media Kanäle nutzt die Stadt Baden-Baden?
Die Social Media Landschaft ist riesig. Über 260 Anbieter werden in 25 Kategorien aufgelistet (Stand 2017).
Die Stadt Baden-Baden unterhält Onlinepräsenzen innerhalb sozialer Netzwerke und Plattformen, um die dort aktiven Bürger und Interessierte über städtische Themen zu informieren und mit ihnen zu kommunizieren.
Wir weisen darauf hin, dass dabei Daten der Nutzer außerhalb des Raumes der Europäischen Union verarbeitet werden können. Hierdurch können sich für die Nutzer Risiken ergeben, weil so z.B. die Durchsetzung der Rechte der Nutzer erschwert werden könnte. Im Hinblick auf US-Anbieter die unter dem Privacy-Shield zertifiziert sind, weisen wir darauf hin, dass sie sich damit verpflichten, die Datenschutzstandards der EU einzuhalten.
Ferner werden die Daten der Nutzer im Regelfall für Marktforschungs- und Werbezwecke verarbeitet. So können z.B. aus dem Nutzungsverhalten und sich daraus ergebenden Interessen der Nutzer Nutzungsprofile erstellt werden. Die Nutzungsprofile können wiederum verwendet werden, um z.B. Werbeanzeigen innerhalb und außerhalb der Plattformen zu schalten, die mutmaßlich den Interessen der Nutzer entsprechen. Zu diesen Zwecken werden im Regelfall Cookies auf den Rechnern der Nutzer gespeichert, in denen das Nutzungsverhalten und die Interessen der Nutzer gespeichert werden. Ferner können in den Nutzungsprofilen auch Daten unabhängig der von den Nutzern verwendeten Geräte gespeichert werden (insbesondere wenn die Nutzer Mitglieder der jeweiligen Plattformen sind und bei diesen eingeloggt sind).
Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Nutzer erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen an einer effektiven Information der Nutzer und Kommunikation mit den Nutzern gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO. Falls die Nutzer von den jeweiligen Anbietern um eine Einwilligung in die Datenverarbeitung gebeten werden (d.h. ihr Einverständnis z.B. über das Anhaken eines Kontrollkästchens oder Bestätigung einer Schaltfläche erklären) ist die Rechtsgrundlage der Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. a., Art. 7 DSGVO.
Für eine detaillierte Darstellung der jeweiligen Verarbeitungen und der Widerspruchsmöglichkeiten (Opt-Out), verweisen wir auf die nachfolgend verlinkten Angaben der Anbieter.
Auch im Fall von Auskunftsanfragen und der Geltendmachung von Nutzerrechten, weisen wir darauf hin, dass diese am effektivsten bei den Anbietern geltend gemacht werden können. Nur die Anbieter haben jeweils Zugriff auf die Daten der Nutzer und können direkt entsprechende Maßnahmen ergreifen und Auskünfte geben. Sollten Sie dennoch Hilfe benötigen, dann können Sie sich an uns wenden.
Folgende Soziale Netzwerke werden von der Stadt Baden-Baden genutzt.
Wichtig zu wissen
Verantwortlich für die redaktionelle und technische Betreuung der städtischen Präsenzen in den oben genannten Sozialen Netzwerken:
Für weitere Pflichtangaben nach § 5 TMG verweisen wir an dieser Stelle auf unser Impressum und auf unsere Datenschutzerklärung.
Quellen
¹ „Follow me“ - Anne Grabs, Karim-Patrick Bannour, Elisabeth Vogel [2017], Seite 28
² „Follow me“ - Anne Grabs, Karim-Patrick Bannour, Elisabeth Vogel [2017], Seite 32
³ „Leitfaden Krisenkommunikation“ des Bundesinnenministeriums, S. 22
