Abiturientinnen und Abiturienten stehen mit ihren Zeugnissen auf einer Bühne.
Die Abifeier des Technischen Gymnasiums der Louis-Lepoix-Schule war für alle eine bunte und rundum gelungene Veranstaltung.

Aufbruch ins Leben: Abifeier des Technischen Gymnasium der Louis-Lepoix-Schule

Baden-Baden. Die beiden Abschlussklassen 13 TGG und 13 TGI der Louis-Lepoix-Schule Baden-Baden feierten Anfang Juli ihre Abiturfeier in der Veranstaltungshalle in Kuppenheim. Unter dem an dem Rennspiel Mariokart angelehntem Motto MABIokart – Wir sehen uns im Ziel“ kamen Abiturientinnen und Abiturienten, Eltern, Freunde, Verwandte, Lehrkräfte und die Schulleitung zusammen, um auf drei intensive Jahre am Technischen Gymnasium zurückzublicken – und natürlich, um den bestandenen Abschluss gebührend zu feiern. Das Motto des Abends machte deutlich: Der Weg zum Abitur wurde nicht als gemütliche Spazierfahrt verstanden, sondern eher als Rennstrecke mit allem, was dazugehört: Kurven, Boxenstopps, kleinen Ausweichmanövern, manchmal vielleicht auch einem kurzen Ausritt ins Kiesbett. Umso schöner war es, dass an diesem Abend nicht mehr gerechnet, gelernt oder abgegeben werden musste. Die Ziellinie war erreicht.

Das sind die Worte der Schulleiterin:

Schulleiterin Gabriela Krellmann griff das Motto in ihrer Rede auf und eröffnete die Abiturfeier mit den Worten: „Anschnallen, Helm aufsetzen und aufs Gas drücken.“ Sie erinnerte daran, dass die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren nicht nur Klausuren geschrieben, Präsentationen gehalten und Prüfungen gemeistert haben, sondern auch gelernt haben, mit Druck, Umwegen und gelegentlichen Unsicherheiten umzugehen. Nicht alle, die gestartet waren, kamen am Ende gemeinsam ins Ziel: 36 von ursprünglich 43 Schülerinnen und Schülern haben die Ziellinie überquert. Gerade deshalb sei der Abschluss umso mehr ein Grund zur Freude. Besonders schön war in ihrer Rede auch der Blick auf die beiden Profile der Louis-Lepoix-Schule. In der 13 TGG standen Gestaltung und Medientechnik im Mittelpunkt, in der 13 TGI die Informationstechnik. Oder, wie es Gabriela Krellmann treffend formulierte: „Die einen visualisieren, was die anderen berechnen.“ Was manchmal wie zwei ganz unterschiedliche Spuren wirkte, passte am Ende doch gut zusammen. Kreativität und Technik, Gestaltung und Struktur, Ideen und Umsetzung – genau diese Mischung prägt das technische Gymnasium der Louis-Lepoix-Schule.

Viele Erlebnisse in den vergangenen drei Jahren

Auch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer blickten auf die gemeinsame Zeit zurück. Dabei wurde noch einmal deutlich, wie viel in drei Jahren passiert ist. Natürlich gab es Unterricht, Klausuren, mündliche Noten, Präsentationen, Abgabefristen und die immer wiederkehrende Frage, ob man das wirklich alles fürs Abitur können müsse. Aber es gab eben auch die vielen Momente, die man später vermutlich viel schneller wieder vor Augen hat als die nächste Kurvendiskussion oder die nächste Textanalyse. Dazu gehörten wie in einer Diashow visualisiert die Klassenfahrten nach Kroatien und München, der Besuch des Europaparlaments in Straßburg oder Theaterbesuche. Viele Bilder sorgten für Lacher, manche vielleicht auch für ein wenig Wehmut, weil man spürte, dass diese gemeinsame Zeit nun tatsächlich zu Ende geht. Die gemeinsamen Unternehmungen zeigten ebenfalls, dass Schule nicht nur aus Stundenplänen und Prüfungen besteht, sondern auch aus gemeinsamen Erfahrungen, Gesprächen und Erlebnissen außerhalb des Klassenzimmers.

Lehrerparodie war ein Höhepunkt

Ein Höhepunkt des Abends war die Lehrerparodie der Abiturientinnen und Abiturienten. Mit Humor, guter Beobachtungsgabe und einer ordentlichen Portion Mut wurden einzelne Lehrkräfte nachgespielt. Das Publikum reagierte entsprechend: Es wurde viel gelacht, manchmal vermutlich auch deshalb, weil die Darstellung erschreckend gut getroffen war. Die Parodie war dabei nie böse, sondern eher ein liebevoller Rückblick auf all die kleinen Eigenheiten, Sprüche und Situationen, die den Schulalltag über Jahre hinweg geprägt haben. Auch das Lehrer-Schüler-Quiz sorgte für gute Stimmung. Solche Programmpunkte machten den Abend persönlich und kurzweilig und zeigten, dass zwischen Lehrkräften und Abschlussklassen über die Jahre hinweg ein echtes Miteinander entstanden war.

Kulinarisch bestens ausgestattet

Für den passenden Rahmen sorgte auch das Essen. Mit einem Vorspeisenbuffet, einem Flammkuchenwagen, einem Hauptspeisen- und einem Nachspeisenbuffet war der Abend kulinarisch bestens ausgestattet. Zwischen den einzelnen Programmpunkten blieb genug Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Fotos zu machen, Erinnerungen auszutauschen oder einfach kurz durchzuatmen. Gerade diese Mischung aus offiziellem Teil und lockerer Feier machte den Abend besonders angenehm.
 
Natürlich standen auch die Zeugnisse, Preise und Lobe im Mittelpunkt. Die Abiturientinnen und Abiturienten erhielten ihre Abschlusszeugnisse und wurden für ihre Leistungen gewürdigt. In der 13 TGG hat Nora Kolompar für ihre herausragende Leistungen im Zeugnis einen Preis bekommen, während Anna-Lena Offermann, Celine Henri und Phillip Böckling ein Lob erhalten haben. In der 13 TGI haben jeweils Matti Wiersbitzki, Luca Breuer und Konstantin Protzen einen Preis für einen sehr guten Notendurchschnitt bekommen. Ein Lob haben Leah Vielfort und Alexander Hurst erhalten. Matti Wiersbitzki hat den Porschepreis für herausragende Leistungen in den MINT-Fächern erhalten, während Alexander Hurst den Wirtschaftspreis vom Verein für Socialpolitik überreicht bekam. Nora Kolompar hat den Scheffelpreis für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch bekommen. Für hervorragende Leistungen im Profilfach IT gab es für Konstantin Protzen den Vector-Preis. Einen Preis für ausgezeichnete Leistungen im Fach Gemeinschaftskunde hat Luca Breuer erhalten.

Weitere Informationen

Hinter jedem Zeugnis stehen drei Jahre Arbeit, Entwicklung, manchmal Zweifel, oft Durchhaltevermögen und viele kleine Schritte, die am Ende zum Ziel geführt haben. Für manche war der Weg geradliniger, für andere anstrengender. Manche haben früh gewusst, wohin sie wollen, andere werden es vielleicht erst noch herausfinden. Genau darin liegt aber auch das Besondere an diesem Moment: Mit dem Abitur endet nicht nur ein Abschnitt, sondern es beginnt etwas Neues. „Die Louis-Lepoix-Schule gratuliert allen Abiturientinnen und Abiturienten herzlich zum bestandenen Abitur 2026 und wünscht ihnen für ihren weiteren Weg alles Gute: gute Entscheidungen, offene Türen, Mut für neue Strecken – und immer genug Schwung für die nächste Runde“, so die Bildungseinrichtung abschließend.