Neubau der Reinhard-Fieser-Brücke

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Bereits vor Jahren hatten Untersuchungen eines Ingenieurbüros ergeben, dass die Reinhard-Fieser-Brücke in einem ungenügenden Zustand ist. Der schlechte Bauwerkszustand der in die Jahre gekommenen Brücke macht eine umfangreiche Komplettsanierung erforderlich. Es erwies sich, dass es wirtschaftlicher ist die Brücke neu zu bauen. Die Stadt hat sich deshalb für einen Ersatz-Neubau mit einer Stahl-Beton-Konstruktion entschieden.

Die Sanierungsarbeiten sind in vier Bauphasen unterteilt. Dies gewährleistet, dass die Brücke für Fußgänger jederzeit nutzbar bleibt. Während der Maßnahme ist eine Vollsperrung der Brücke für den Autoverkehr erforderlich. Die Gesamtbauzeit beträgt voraussichtlich 17 Monate. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Die Maßnahme wird über den „Kommunalen Sanierungsfonds Brücken“ mit 852.700 Euro gefördert.

Nahaufnahme der Brüstung. Es sind Risse im Gemäuer zu sehen.
Nahaufnahme der Brüstung. Es sind Risse im Gemäuer zu sehen.
Rheinhard-Fieser-Brücke in den 60er Jahren

Geplante Arbeiten

Es gilt die hohe Aufenthaltsqualität im Innenstadtbereich mit dem außergewöhnlich breiten Platzcharakter der Brücke für die Zukunft zu sichern. Gegen Ende der Arbeiten erhält die Brücke einen neuen, attraktiveren Oberflächenbelag.

Zudem berücksichtigt die Neukonstruktion die aktuellen Hochwasserschutz-Anforderungen. Die denkmalgeschützten, aber maroden Brüstungselemente werden saniert. Erneuert werden weiter alle unter der Brücke verlaufenden Ver- und Entsorgungsleitungen.

Rückschnitt der Platane

Ein Bilder Platane im Sommer. Eine eingefügte rote Linie zeigt den Umfang der Reduzierung an. Bild vergrößern

Zur Vorbereitung der Sanierungsarbeiten der Fieserbrücke hat die Stadt eine Fachfirma mit dem Rückschnitt an der großen Platane an der Ecke Sophienstraße/Kaiserallee beauftragt. In diesem Zusammenhang wird die Baumkrone deutlich reduziert.

Grund für das Zurückschneiden der Krone ist die Bewahrung der Standsicherheit des Baumes während der Sanierung der unmittelbar benachbarten Fieserbrücke. Bei den Bauarbeiten erfolgen im Wurzelbereich des Baumes Grabungen direkt am Widerlager der Brücke. Bei diesen Arbeiten müssen einige Wurzeln der Platane abgetrennt werden. Deshalb ist ein Teil der großen Baumkrone einzukürzen, um die beeinträchtige Statik des Baumes zu entlasten. Die Platane, die als besonders schnittverträgliche Baumart gilt, wird laut städtischem Fachgebiet Park und Garten nach Fertigstellung der Fieserbrücke einige Zeit benötigen, um die Kronen-reduzierung wieder zu kompensieren.

Sperrung der Fieserbrücke

Im Rahmen der umfangreichen Sanierungsarbeiten wird die Reinhard-Fieser-Brücke ab Montag, 20. Januar, für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die Kreuzstraße ist dann lediglich für den Anlieferverkehr noch zugänglich.

Die Umleitung des fließenden Verkehrs erfolgt generell über die Werder-, Friedrich-, Fremersberg-, Berthold- und Lichtentaler Straße. Der Taxistand vor bzw. gegenüber der Einfahrt in die Kurhaus-Parkgarage entfällt. Die Fläche wird für Baustelleneinrichtung benötigt. Für die Taxen entstehen entsprechend gekennzeichnete und ausgeschilderte Ausweichplätze in der Inselstraße sowie am Goetheplatz. Eine entsprechende Umleitung wird eingerichtet. Durch die Poller-Regelung in der oberen Kaiserallee entsteht zwischen 11 und 19 Uhr von der Werderstraße kommend eine Sackgasse. Die Sperrung wird über die komplette Bauzeit von voraussichtlich 17 Monaten erfolgen.

Weiter wird während der Arbeiten ein Verkehrsmonitoring erfolgen, das die Entwicklung des Verkehrs im Innenstadtbereich unter die Lupe nimmt. Während des Christkindelsmarkts 2020/21 ruht die Baustelle. Auch auf das SWR3 New-Pop-Festival nehmen die städtischen Bauingenieure Rücksicht.

Geänderte Linienführung der Buslinie 208

Voraussichtlich ab Montag, 13. Januar, fährt die Buslinie 208 nicht mehr durch die Kreuzstraße und Fieserbrücke zur Haltestelle „Kurhaus“ in der Werderstraße. Durch die Sperrung der Brücke führt die Strecke ab der Haltestelle „Leopoldsplatz/Sophienstraße“ über die Luisenstraße, Wilhelmsbrücke und Kaiserallee zur Haltestelle „Kurhaus“. Die Abfahrtszeiten bleiben unverändert.


Live-Webcam auf dem Dach des Theaters