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Regenwasser soll im Wald versickern – Forstamt baut Wegeinfrastruktur um
Baden-Baden (27.05.2025). Regen im Wald ist kostbar – und soll künftig dort bleiben. Das Forstamt der Stadt Baden-Baden baut deshalb Wege im Stadtwald so um, dass Regenwasser versickern kann, statt in Gräben abzufließen. So wird der Wald widerstandsfähiger und die Hochwassergefahr gemindert.
Regenwasser nicht länger über Gräben ableiten
Auch wenn es zwischendurch regnet – dem Wald fehlt dauerhaft Wasser. Gleichzeitig zeigen Starkregenereignisse, wie wichtig es ist, Wasser in der Fläche zu halten. Ein Dauerwald mit gemischten Baumarten, durchlässigen Böden und intelligenter Infrastruktur soll den Stadtwald widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Wetterextreme machen. Das städtische Forstamt hat deshalb im Stadtwald mit dem Umbau von Wegen begonnen: Ziel ist, Regenwasser nicht länger über Gräben abzuleiten, sondern es gezielt im Wald versickern zu lassen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Wegeinfrastruktur. Denn auch befestigte Waldwege leiten Niederschläge oft schnell ab. Damit das Wasser stattdessen in den Waldboden einsickern kann, wurden entlang des Höhenwegs spezielle Rigolen eingebaut – Sickerpackungen aus grobem Steinmaterial, die das Wasser bremsen und versickern lassen. So kann es zur Grundwasserneubildung beitragen und steht dem Wald auch in Dürreperioden länger zur Verfügung.
Was ist das Ziel?
„Unser Ziel ist klar: möglichst viel Regenwasser im Wald halten“, betont das städtische Forstamt. „Das hilft nicht nur dem Wald, sondern auch dem Trinkwasserhaushalt und dem Hochwasserschutz in der Stadt.“ Finanziert wird das Projekt vollständig mit Fördermitteln des Bundes, die die Stadt für den klimaangepassten Waldumbau erhalten hat.
