Pressearchiv

Zwei Männer lassen einen Stolperstein in den Asphalt ein. Mehrere Menschen mit Regenschirmen stehen drum herum.
© Heike Kronenwett/Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden Bürgermeister Roland Kaiser (2. von links) bei der Stolpersteinverlegung für den Kunstsammler Ernst Gallinek, in der Scheibenstraße 18.

Weitere Stolpersteine verlegt

Baden-Baden (26.05.2025). Zum 13. Mal wurden am vergangenen Mittwoch (21. Mai) in Baden-Baden sogenannte Stolpersteine verlegt. Dabei handelt es sich um kleine Betonwürfel in der Größe eines Pflastersteins, in die eine Messingplatte eingelassen ist und auf denen Namen und Lebensstationen von Verfolgten der NS-Diktatur eingraviert sind.

„Impuls gegen Hass und Ausgrenzung“

Sie liegen dort, wo diese Menschen einmal gewohnt haben, bevor sie aus ihren Häusern und Wohnungen, aus ihrer Heimat Baden-Baden vertrieben wurden. Mit dabei waren Vertreter des Arbeitskreises Stolpersteine Baden-Baden sowie der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Roland Kaiser, Dr. Katharina Siefert, Kuratorin beim Badischen Landesmuseum Karlsruhe, Rabbiner Naftali Surovtsev sowie Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde Baden-Baden und Schülerinnen und Schüler der Klosterschule vom Heiligen Grab und des Gymnasiums Hohenbaden. Sie alle gedachten an den einzelnen Stationen der Menschen, die ihr Leben lassen mussten. Bürgermeister Roland Kaiser bezeichnete die Gedenksteine auch als „Impuls gegen Hass und Ausgrenzung“, mit denen auf erschütternde Schicksale hingewiesen werde und die eine Mahnung dafür seien, dass sich so etwas nicht wiederholen dürfe. Die Steine sollen jeden von uns, auch im Alltag, gedanklich zum „Stolpern“, also zum Innehalten und Nachdenken bringen.

Weitere Informationen

Die erste Station der Stolpersteinaktion führte vor das Haus des Kunstsammlers Ernst Gallinek in der Scheibenstraße 18, dessen wertvolle Sammlung der NS-Staat unrecht in Besitz nahm, danach zur Ludwig-Wilhelm-Straße 1, zum letzten Wohnort des Arztes und Autors Wilhelm Neumann. Es folgten die Wohnadressen Lichtentaler Straße 34 (die Schwestern Karoline und Rosa Kaufmann), Lichtentaler Straße 5 (Arthur und Henriette Bergmann), Lichtentaler Straße 4 (Josef Oberle), Marktplatz 3 (Max Schweizer), Lilienmattstraße 20 (Familie des Weinhändlers Mayer und Marie Wolf) sowie Markgrafenstraße 24 (Familie des Landgerichtsrats Rothschild).