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Preisgericht hat entschieden: Scheel Wetzel Architekten GmbH aus Berlin gewinnt Generalplanerwettbewerb zum Neubau der Feuerwache
Baden-Baden (10.12.2025). Die mittlerweile fast 50 Jahre alte Feuerwache entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen einer bedarfsgerechten und zukunftsorientierten Feuerwehr. Sanierung und Erweiterung im Bestand sind nach umfassenden Untersuchungen nicht möglich. Der zusätzliche Flächenbedarf kann daher im Bestand oder durch Erweiterung nicht hergestellt und aktuelle Anforderungen nicht erfüllt werden. Am vorhandenen Standort muss jedoch mangels Alternativen und zur Einhaltung der Anforderungen des Feuerwehrbedarfsplan festgehalten werden. Der Gemeinderat hatte daher am 13. Mai 2024 einen Neubau der Feuerwache auf dem Grundstück der bestehenden Feuerwache beschlossen. Außerdem fasste das Gremium den Beschluss, die Planungsleistungen über einen Planungswettbewerb an einen Generalplaner zu vergeben.
Zahl der Teilnehmenden auf 25 begrenzt
Nach umfangreichen Vorbereitungen wurde im Februar 2025 ein nichtoffener zweistufiger Generalplanerwettbewerb mit vorgeschaltetem europaweitem Bewerbungsverfahren ausgelobt. Die Zahl der Teilnehmenden wurde auf 25 begrenzt. Davon wurden sechs Teilnehmende vorab ausgewählt. Für die übrigen Teilnehmenden wurde ein Bewerbungsverfahren durchgeführt. Dabei hatten sich 75 Büros beworben. Aus den Bewerbungen wurden 19 Büros zur Teilnahme am Wettbewerb ausgelost.
24 Wettbewerbsbeiträge eingereicht
In der ersten Stufe haben 24 Teilnehmende einen Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Die Arbeiten wurden in einer ersten Preisgerichtssitzung am 18. Juli dieses Jahres beurteilt und die zwölf vielversprechendsten Arbeiten für die zweite Bearbeitungsphase ausgewählt. Den Teilnehmenden wurden dabei Hinweise zur Verbesserung und Überarbeitung ihres Entwurfes gegeben. Alle zwölf für die zweite Phase ausgewählten Büros haben einen überarbeiteten Entwurf eingereicht. Das Preisgericht hat die überarbeiteten Beiträge am 9. Dezember wiederum beurteilt. Im Preisgericht haben Architektinnen und Architekten, Ingenieure, Erster Bürgermeister Alexander Wieland, Gemeinderätinnen und -räte sowie Mitarbeitende von Feuerwehr und Fachämtern mitgewirkt. Die Zusammensetzung des Preisgerichts war in beiden Phasen nahezu identisch. Das Verfahren war in beiden Phasen wie bei Planungswettbewerben üblich anonym – das heißt, den Beteiligten war die Zuordnung der jeweiligen Wettbewerbsarbeiten zu den Teilnehmenden nicht bekannt.
Das sind die Ergebnisse:
Die Beurteilung der Arbeiten durch das Preisgericht hatte folgendes Ergebnis:
- 1. Preis: Scheel Wetzel Architekten GmbH, Berlin mit Breinlinger Ingenieure Hochbau GmbH, Tuttlingen und K+P GmbH & Co. KG, Tuttlingen
- 3. Preis: BJW Architekten Broghammer Jana Wohlleber Freie Architekten Part mbB, Zimmern ob Rottweil mit Mayer-Vorfelder und Dinkelacker, Ingenieurgesellschaft für Bauwesen GmbH und Co KG, Sindelfingen und solares bauen GmbH, Freiburg
- 3. Preis: röcker gork architekten, Stuttgart mit merz kley und partner, Dornbirn und SCHREIBER Ingenieure Systemplanung GmbH, Ulm
- Anerkennung: Lindschulte Planungsgesellschaft mbH, Koblenz mit Tragraum Ingenieure PartmbH, Nürnberg und G-TEC Ingenieure GmbH, Siegen
Weitere Informationen
Das Votum des Preisgerichts erfolgte einstimmig. Es gab auch einstimmig die Empfehlung, den 1. Preis zur Grundlage für die weitere Bearbeitung zu machen. Sobald entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, wird mit den Preisträgern nach Vergabeordnung ein Verhandlungsverfahren durchgeführt und einer der Preisträger für die Beauftragung ausgewählt. Beim Pressetermin betonten Erster Bürgermeister Alexander Wieland, Prof. Zvonko Turkali, Vorsitzender des Preisgerichts, sowie Feuerwehrkommandant Christian Pilardeaux auch, von welch hoher Qualität dieser mehrstufige Planungswettbewerb war und wie wichtig es gewesen sei, zunächst einmal die notwendigen Grundlagen dafür zu schaffen, um das Vorhaben in der Zukunft überhaupt umsetzen zu können.
Alle Wettbewerbsarbeiten sind 11. bis 18. Dezember in der Festhalle Oos ausgestellt. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind werktags von 12 bis 18 Uhr, samstags und sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr.
