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61 Schüler des diesjährigen Abschlussjahrgangs am Richard-Wagner-Gymnasium

Gelungene Abiturfeier des Abschlussjahrgangs am RWG

Baden-Baden (10.07.2018). „Tja, liebe Lehrerinnen und Lehrer, da haben wir es Ihnen wohl gezeigt!“, verkündeten Selina Schindler und Julia Tscherkas in ihrer Dankesrede voller Stolz. Alle 61 Schüler des diesjährigen Abschlussjahrgangs am Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) haben ihr Abitur geschafft, obwohl die Stufe den Ruf gehabt habe, die schlechteste Stufe seit Langem gewesen zu sein.

Abiturienten zeigen bewundernswerten Zusammenhalt

Darüber hinaus erklärten die beiden, was das Besondere an diesem Jahrgang gewesen sei: der bewundernswerte Zusammenhalt. Dieser war in der Tat am Abend der Abiturfeier vergangenen Freitag im Lichthof des BGV in Karlsruhe spürbar und führte zu einem in sich stimmigen Abend.

Dazu trug die Abiband, die eine lässige und originelle Songauswahl vorbereitet hatte, einen erheblichen Teil bei. Dieser Zusammenhalt manifestierte sich ebenfalls in einem äußerst gelungenen Abifilm, der durch liebevolle Details und kompetente Schnitttechnik sowie Kameraführung überzeugte. Auf eine lockere Art und Weise führten Alexander Danilov und Jan Steinel durch den Abend.

Bedeutender Abend für alle Beteiligten

In seiner Begrüßungsrede zog der stellvertretende Schulleiter Tobias Prestenbach Parallelen zwischen aktuellen Weltereignissen von besonderer Dimension und der heutigen Abiturfeier. Für alle Beteiligten sei es ein bedeutender Abend und stelle insbesondere für Schüler und Eltern ein wichtiger Einschnitt dar. Dass auf dem Weg zum Abitur freilich nicht immer alles glatt lief, griff Schulleiter Matthias Schmauder in seiner Rede zur Verabschiedung der Abiturienten auf.

Doch seien es gerade die überwundenen Schwierigkeiten eines langen Weges, die dem Leben Bedeutsamkeit verliehen und letztendlich eine Quelle für Lebensglück darstellten. Dabei sei es wichtig, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen sowie seinen eigenen Weg realistisch einzuschätzen und beherzt anzugehen. Auch die Elternvertreterin Anja Faehndrich wies in ihrer Rede darauf hin, dass es im Leben nicht darum gehen könne, immer den leichtesten Weg zu gehen, sondern vielmehr darum, mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet zu sein, um den Widrigkeiten zu trotzen.

Die diesjährige Scheffelpreisträgerin Hannah Bauer, die außerdem für ihre hervorragenden Leistungen im Abitur (sie erreichte einen Durchschnitt von 1,1) mit dem Friedrich-Gantner-Sprachpreis des Rotary-Clubs ausgezeichnet wurde, zog für ihre Rede den Philosophen Jean-Paul-Sartre heran und rief ihre Mitschüler dazu auf, das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Verantwortung sinnhaft aufzulösen. „Tu n’es rien d’autre que vie“, man habe schließlich nur dieses Leben und diese Zeit, auch wenn es eine schönere geben möge, sei schließlich die unsere.

Viele Schüler besonders gewürdigt

Weiter wurden folgende Schüler besonders gewürdigt: Philipp Dittrich mit dem Preis für hervorragenden Leistungen im Abitur (für seinen Durchschnitt von 1,3) sowie dem Preis der Physikalischen Gesellschaft. Tanja Scholler bekam ebenfalls den Preis für hervorragende Leistungen (1,5) sowie den Preis der der Deutsch-Französischen Gesellschaft. Hannah Bauer, Philipp Dittrich und Tanja Scholler dürfen sich außerdem über ein e-fellows.net-Stipendium freuen. Sophie Black erhielt ebenfalls den Preis der Deutsch-Französischen Gesellschaft sowie den Elfriede-Kramer-Preis des Fördervereins.

Im Bereich der Naturwissenschaften wurde Agon Alijaj mit dem Preis der Deutschen Mathematikervereinigung und einer Mitgliedschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gewürdigt. Elena Sennikov erhielt den Preis des Vereins deutscher Sprache, Lars Jung den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Weitere Fachpreise wurden vergeben an: Roland Lindt für das Fach Sport (Alfred-Maul-Gedächtnismedaille), Marisa Kasimir für Wirtschaft (Südwestmetall-Schulpreis Ökonomie), Silke Hinzen für das Fach Biologie, Viktoria Hammerschmidt für Bildende Kunst und Lea Schäfer für Philosophie. Delphine Holzwarth und Kira Topfmeier bekamen ebenfalls den Elfriede-Kramer-Preis des Fördervereins.

Weitere Auszeichnungen

Silke Hinzen, Michelle Pumpat und Edgar Schmidt wurden für ihre Tätigkeit im Schulsanitätsdienst gewürdigt. Für ihr besonderes Engagement für das Fach Musik erhielten Philipp Dittrich, Robin Peschik, Sophie Black und Delphine Holzwarth eine Anerkennung.

Sieben Schüler legten außerdem das Abibac, eine Besonderheit des RWG, ab und erhalten damit die deutsche und die französische Hochschulreife. Es waren dies: Hannah Bauer, Louise Couvreur, Valérie Glaser, Valentino Grein, Tanja Scholler, Nicolas Stehle und Tami Walker. Dafür belegten sie über die Schuljahre hinweg mehr Stunden Französisch und hatten die Fächer Erdkunde, Geschichte und Gemeinschaftskunde auf Französisch. Sie schrieben außerdem das Geschichtsabitur auf Französisch.