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Beregnung von Gärten in PFC-belasteten Gebieten

Baden-Baden (04.07.2018). Im Stadtkreis Baden-Baden und im Landkreis Rastatt wurden verschiedene Perfluorierte Chemikalien (PFC) in landwirtschaftlich genutzten Böden und im Grundwasser nachgewiesen. Dabei handelt es sich vor allem um eine Mischung aus mehreren Substanzen, insbesondere um PFOA, PFHpA, PFHxA, PFPeA und PFBA.

Das bereitgestellte Trinkwasser der Stadtwerke Baden-Baden lässt sich weiterhin bedenkenlos verwenden.

Empfehlung: keine Bewässerung mit Grundwasser

Auf Grund der Datenlage und dem Vorliegen von vereinzelt erhöhten Werten in Gartenbrunnen und Grundwasserproben spricht die Stadtverwaltung Baden-Baden die Empfehlung aus, im Stadtteil Sandweier sowie im Gewerbegebiet Steinbach-West und im Gewerbepark Bollgraben in Steinbach vorsorglich auf eine Beregnung der Gartengrundstücke und Hausgärten mit Grundwasser zu verzichten und die Bewässerung mit Trinkwasser oder Regenwasser vorzunehmen.

Um eine Aussage über eine mögliche tatsächliche Belastung in Gartenbrunnen zu erhalten, empfiehlt das Fachgebiet Umwelt und Arbeitsschutz den Grundstücksbesitzern, eine Laboranalyse auf PFC durchführen zu lassen und die Ergebnisse dem Fachgebiet zur Bewertung mitzuteilen.

Weitere Informationen

Grundstücksbesitzer sollten bedenken, dass der durchschnittliche Bedarf für die Gartenbewässerung bei etwa 10 Kubikmeter (10.000 Liter) im Jahr liegt. Bei einem Wasserpreis von 4,64 Euro pro Kubikmeter (Preis der Stadtwerke Baden-Baden, zusammengesetzt aus Wasserpreis 1,85 Euro pro Kubikmeter und Schmutzwasserpreis 2,79 Euro pro Kubikmeter) entspricht dies Gesamtkosten von rund 46 Euro im Jahr.

Bei Fragen steht das Fachgebiet Umwelt und Arbeitsschutz über E-Mail oder unter der Rufnummer 07221 93-15 01 zur Verfügung.

Weitere Informationen zu der PFC-Problematik gibt es unter Stadtporträt - Aktuelles - Themen - PFC-Problematik.