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OB Mergen gedenkt mit weiteren Teilnehmern der Gedenkfeier.

OB legt Kranz auf Ehrenfriedhof nieder

Baden-Baden. Zum Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege sowie an die verstorbenen Mitglieder und Angehörigen der französischen Streitkräfte legten Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Catherine Veber, Generalkonsulin Frankreichs in Baden-Württemberg, an Allerseelen auf dem Ehrenfriedhof an der Maximilianstraße Kränze nieder.

Bedeutung des Gedenkens

An der Gedenkfeier nahmen neben zahlreichen Gästen auch Martine Schöppner (Vizepräsidentin der Union des Français de l’Étranger), Gabriele Spengler (VdK-Kreisverband Baden-Baden/Bühl) sowie Gerhard Kesselhut (Präsident Deutsch-Französische Gesellschaft Baden-Baden) teil. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier durch das Bläserquintett des Musikvereins Lichtental.

In ihrer Rede ging OB Mergen auf die sehr wichtige Bedeutung des Gedenkens am 2. November ein. Mit Verlegung des Oberkommandos der französischen Besatzungstruppen nach Baden-Baden folgte ab 1945 der Zuzug vieler Soldaten und Verwaltungskräfte, die teilweise auch ihre Familien aus dem französischen Heimatland nachkommen ließen.

Enge Verbundenheit und Freundschaft

Mergen erinnerte daran, dass damals über 40.000 Franzosen in der Stadt lebten und „Baden-Baden damit zur französischsten Stadt Deutschlands gemacht haben“. Aus den Besatzern wurden mit der Zeit Freunde und zahlreiche Angehörige der französischen Streitkräfte, die in Baden-Baden eine zeitweise Heimat gefunden hatten, wurden auf dem Ehrenfriedhof Lichtental bestattet.

Die Tradition des Gedenktags wurde von den französischen Streitkräften begründet und nach deren Abzug im Jahr 1999 durch die Stadt Baden-Baden fortgesetzt, um damit die enge Verbundenheit und Freundschaft zum Nachbarland Frankreich zu bekunden.