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Schnebedeckter Schwarzwald. In der Mitte ein Schild mit Symbol zum Schneeschuhwandern.
© Thomas Dobrzewski (Nationalpark Schwarzwald) Schneeschuhwandern ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung im tief verschneiten Nationalpark. Dabei unbedingt auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, um die Winterruhe der Tiere nicht zu stören.

Wintereinbruch im Nationalpark

Baden-Baden (28.11.2018). Der Nationalpark Schwarzwald liegt mittlerweile unter einer Schneedecke verborgen, verlockende Aussichten für schöne Winterspaziergänge. „Bei starken Schneefällen müssen wir allerdings von einem Ausflug in den Wald dringend abraten, da ist es dann schlicht zu gefährlich. Viele Bäume, auch im Nahbereich von Wegen und Loipen, können unter großer Schneelast brechen“, warnt Bernd Schindler, der unter anderem auch das Loipenteam im Nationalpark koordiniert.

Während Wintersportfans sich auf den Saisonbeginn im Schwarzwald freuen, beginnt für die Tiere im Nationalpark die härteste Jahreszeit. „Viele kämpfen bei Eis und Schnee ums nackte Überleben“, sagt Urs Reif, leitender Ranger im Nationalpark. „Da es wenig Nahrung gibt, müssen die Tiere zu einem großen Teil von ihren Fettreserven zehren.“ Dabei kann jede Störung für Rothirsche und Rehe, Auerhühner, Hasen oder Marder gefährlich werden. „Sie brauchen geschützte Ruhezonen, um Energie zu sparen“, erklärt Ranger Reif.

Ruhezeit für Tiere

Vor allem Menschen auf Schneeschuhen oder Langlaufskiern richten, meist ohne es zu merken, erheblichen Schaden an, wenn sie abseits der Wege querfeldein laufen und so in Wildruhezonen eindringen. Durch Stress oder gar Flucht verbrauchen die Tiere Kraftreserven, die sie zum Überleben brauchen.

Das Nationalparkteam bittet daher alle Besucher in den kommenden Monaten, unbedingt auf markierten Wegen, Loipen und Schneeschuhtrails zu bleiben. Selbst dann, wenn schon Spuren vom Weg abführen sollten. Und Hunde sind wie immer unbedingt an der Leine zu führen.

Wege gesperrt

Neben den Erlebnispfaden (Lothar-, Luchs- und Wildnispfad sowie der Allerheiligen-Rundweg), die aus Sicherheitsgründen wie jedes Jahr gesperrt sind, werden zusätzliche Ruhezonen für die Wildtiere eingerichtet. „Das Schild ‚Wildtierschutzgebiet‘ zeigt, dass es sich um einen solchen Weg handelt“, erklärt Urs Reif. Diese Wege bleiben auch gesperrt, falls die Temperaturen während des Winters nochmal steigen sollten. „Denn wenn die Tiere einmal in den Ruhemodus geschaltet haben, ändert sich das auch bei vorübergehenden Wetterschwankungen nicht. Und jede Störung ist für sie ein großes Risiko.“

Aus diesem Grund bittet das Nationalparkteam auch alle Wintergäste darum, sich möglichst ruhig zu verhalten und den Wald mit Einbruch der Dunkelheit zu verlassen.

Winterangebote im Nationalpark

Tagsüber gibt es viele Angebote, um die Winterfreuden im Nationalpark zu genießen und den besonderen Zauber dieser Jahreszeit zu entdecken. Alle Informationen zu Schneeschuhwegen oder geführten Schneewanderungen gibt es im Nationalparkzentrum am Ruhestein und auch online im Veranstaltungskalender des Nationalparks auf www.nationalpark-schwarzwald.de/erleben/veranstaltungskalender/.

Aktuelle Informationen zur Schneelage gibt es im Internet auf den Seiten der Nationalparkregion www.nationalparkregion-schwarzwald.de/Wintersport oder beim Loipenportal www.loipenportal.de/nordschwarzwald.