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Von links: die Eheleute Metzmaier, Antje Wurz, Waltraut Nölle, Margret Mergen, Markus Brunsing und Michael Schiem vor dem neuen Brunnen
Eingeweiht haben den neuen Brunnen auf dem Obstgut Leisberg (von links) die Eheleute Metzmaier, Antje Wurz, Waltraut Nölle, Margret Mergen, Markus Brunsing und Michael Schiem.

Leader-Plakette für Obstgut Leisberg

Baden-Baden (07.12.2018). Oberbürgermeisterin Margret Mergen und der technische sowie kaufmännische Leiter des städtischen Fachgebiets Park und Garten (FGPG), Markus Brunsing und Michael Schiem, nahmen die Leader-Plakette für das städtische Projekt auf dem Obstgut Leisberg entgegen.

Die Übergabe erfolgte durch Antje Wurz, Geschäftsführerin der Leader-Aktionsgruppe Regionalentwicklung Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße. Gefördert hatte Leader die Maßnahme, die Stadt auf dem Gelände des Obstguts umsetzte, wie Wegebau, Bänke und Obstbaumschnitt.

Idee zur Wiedereröffnung bereits in 2008

Wie Margret Mergen mit einem Rückblick informierte, entstand die Idee zur Wiedereröffnung bereits im Jahr 2008 im Rahmen der Vorbereitungen zur strategischen Entwicklungsplanung 2020. In einem ersten Arbeitsbuch 2008 ist der Ausbau der Verbindungswege zwischen Kuranlagen und Waldflächen, darunter auch die Öffnung des Obstguts Leisberg, genannt. Im Abschlussband im Juni 2011 wird die Idee „Grüne Strahlen als Teil des Grünen Band Konzepts“ erläutert. Auch hier ist die Öffnung des Obstguts vermerkt.

Und bereits noch 2011 folgte der Beschluss der strategischen Entwicklungsplanung Baden-Baden 2020 mit der Öffnung des Obstguts Leisberg als attraktive Landschaftsverbindung zwischen den Kuranlagen der Lichtentaler Allee und umliegender Waldflächen. Ziel des FGPG und vieler ehrenamtlicher Unterstützer war es, diesen inzwischen auch denkmalgeschützten Teil der Kulturlandschaft erlebbar zu machen und durch das Engagement vieler Beteiligter in einer neuen Bewirtschaftungs- und Organisationform für die Zukunft nachhaltig zu sichern.

Obstgut sollte nie Baugebiet werden

Nach einer Ortsbegehung Mergens im Februar 2015 hatte das FGPG 2015 Haushaltsmittel für das Projekt in den Haushalt 2016 und 2017 eingestellt. Eine erste Detailinformation des Bauausschusses erfolgte im Juni 2016. Der Projektbeschluss wurde im September 2016 gefasst.

Im Juli 2017 erfolgte der Spatenstich für den Wegebau, die Herrichtung der bestehenden Wege, Mauern und Gräben sowie die Ergänzung des Wegenetzes um einen Wegeanschluss an die Frankreichstraße und Leisbergstraße. Am 10. September 2017 wurde das Obstgut im Rahmen eines Tages des offenen Denkmals feierlich eröffnet. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 285.000 Euro.

Wert legte Margret Mergen auf die Tatsache, dass es im Bereich des Obstguts seitens der Stadt in keiner Form Pläne gab, aus dem Gelände ein Baugebiet zu machen, wie dies immer wieder gerne behauptet wird.

Bäume und Weg im Obstgut Leisberg
Hütte im Obstgut Leisberg
Leader-Plakette
Kaufmännischer Leiter des städtischen Fachgebiets Park und Garten Markus Brunsing bringt die LEADER-Plakette an einem Pfeiler an.

Bürgergemeinschaft Unterbeuern ist wichtigster Kooperationspartner

Wichtigster Kooperationspartner für die zukünftige Nutzung, Pflege und Attraktivierung des Obstguts ist die Bürgergemeinschaft Unterbeuern. Aber auch zahlreiche private Spender unterstützen das Projekt in großzügiger Weise durch Geld- und Sachspenden.

Inzwischen erfreut sich das Obstgut großer Beliebtheit, wurde zum Publikumsmagneten. Spaziergänger, Wandervereine, Fahrradfahrer und Schulklassen sind  oft zu Gast. Zentrum ist die alte, liebevoll renovierte Hütte, um die sich die Veranstaltungen der Bürgervereinigung schmiegen.

Gute Nachrichten für 2019

Ein traditioneller Trinkwasserbrunnen (unser Foto) bereichert den Festplatz. Der Sandsteintrog ist von einem Steinmetzbetrieb restauriert. Markus Brunsing bedankte sich dabei bei dem Ehepaar Metzmeier, das das Brunnenprojekt nach Kräften unterstützte.

Mit guten Nachrichten geht es 2019 im Obstgut weiter: Die Bürgergemeinde plant ein kleines Backhaus zu bauen. Die Förderung durch Leader sei bereits zugesagt, informierte Antje Wurz. Realisiert werden soll zudem ein Bienenlehrpfad, der das Obstgut mit den Sägmüller Matten verbindet. Und die exotischen Bäume am Waldrand des Obstguts werden mit kleinen Pfaden besser erschlossen.