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Fotomontage: Älterer Herr (Prischwin) mit Bart, Brille, Hut, Mantel und Schal hockt oder sitzt in einem Wald mit Blaubeeersträuchern.
©Hajotthu/wikimedia.org ©USSR Post/wikimedia.org Bearb. von Stadtbibliothek Baden-Baden

Michail Prischwin - der russische Naturpoet

Baden-Baden. Am Dienstag, 12.2.2019, 19:30 Uhr, referiert Gisela Erbslöh, Slawistin und Journalistin beim SWR in Baden-Baden, über Michail Prischwin.
Er könnte als Ivan Turgenevs Nachfolger durchgehen: Auch Michail Prischwin war ein passionierter Jäger, ein Kenner der russischen Flora und Fauna und hartnäckiger Naturschützer. Darüber hinaus behielt man ihn als wunderbaren Erzähler naturverbundener Geschichten im Gedächtnis, vor allem für Kinder. Längst aber gilt es einen Schriftsteller neu zu entdecken, dessen Werk über die Natur-Poesie weit hinausgeht. Erst nach dem Ende der Sowjetunion durften seine früher verbotenen Texte und vor allem seine zahlreichen Tagebücher gedruckt werden. Der erste Band einer deutschen Ausgabe wird im April im Berliner Guggolz-Verlag erscheinen. Die Tagebücher zeigen den Naturpoeten Prischwin in neuem Licht: als widerständigen Denker, dessen Auffassung von Individuum und Natur zur Überlebensnische im totalitären Regime taugte.  

Gisela Erbslöh ist Slawistin und Journalistin beim SWR in Baden-Baden.

Eintritt: 6,- Euro, Bibliotheksgesellschaft 3,- Euro.
Eine Veranstaltung der Bibliotheksgesellschaft in Kooperation mit der ALIM, der VHS und freundlicher Unterstützung der BBIS.