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Von links: Lisa Poetschki (Leitung der 	Stabsstelle Welterbebewerbung und Stadtgestaltung), Dr. Andreas Förderer (Referent Tourismus der IHK Karlsruhe), Jenny Geis (Leiterin des Bereiches Dienstleistung, Tourismus, Handel, Starthilfe und Unternehmensförderung der IHK Karlsruhe), Prof. Dr. Claus Wolf (Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege), Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Staatssekretärin Katrin Schütz, Prof. Hans-Peter Mengele (Vorsitzender des Vereins Freundeskreis Lichtentaler Allee) und eine weitere Beteiligte.
Zum 1. Februar soll der Antrag bei der UNESCO eingereicht werden.

Mergen: Welterbeantrag wird in Kürze eingereicht

Baden-Baden (21.01.2019). In einer Pressekonferenz informierte Oberbürgermeisterin Margret Mergen, der Welterbeantrag werde in wenigen Tagen bei der UNESCO in Paris eingereicht. Der Antrag wiegt 5,3 Kilo und umfasst in sechs Büchern 1434 Seiten.

Elf bedeutende europäische Bäder- und Kurstädte des 19. Jahrhunderts, darunter auch Baden-Baden, werden für die Welterbeliste der UNESCO nominiert. Das gaben Staatssekretärin Katrin Schütz, Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Prof. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, bekannt. Noch in dieser Woche wird der Welterbeantrag „The Great Spas of Europe“ von den Botschaftern der beteiligten Staaten in Paris unterzeichnet, zum 1. Februar wird er dann bei der UNESCO eingereicht.

Sechs Welterbestätten in Baden-Württemberg

„Sechs Welterbestätten stehen bereits heute für die reichhaltige Denkmallandschaft in Baden-Württemberg. Baden-Baden ist eines der bekanntesten historischen Weltbäder. Deshalb ist es unser Ziel, dass im Sommer 2020 mit der Kurstadt eine weitere baden-württembergische Stätte in die Welterbefamilie aufgenommen wird“, so Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.

„Die Aufnahme der Stadt Baden-Baden auf die Welterbeliste würde sich gleichermaßen für Stadt und Land auszahlen: Zum einen würde die großartige Arbeit der Landesdenkmalpflege zur Erhaltung der Denkmale gewürdigt. Daneben wäre die Stadt ein noch größerer Magnet für Touristen aus aller Welt.“

UNESCO gibt Hinweise zur Optimierung des Antrags

„Baden-Baden blickt auf eine reiche Kulturgeschichte seit der Antike zurück. Seine Glanzzeit als `Sommerhauptstadt Europas´ im 19. Jahrhundert spiegelt sich bis heute im Stadtbild wider. In dieser Zeit zählte Baden-Baden zu den europäischen Kurstädten von Weltgeltung“, erklärte Margret Mergen, Oberbürgermeisterin der Stadt Baden-Baden. Mergen freute sich, dass jetzt, nach 13-jähriger Vorarbeit, die Bewerbung in Paris übergeben werden könne.

Laut Mergen überprüfe die UNESCO die Anträge der elf beteiligten Städte und werde möglicherweise Hinweis zur Optimierung des Antrags geben, bevor dann wahrscheinlich im Jahr 2020 der endgültige Antrag eingereicht werden könne. Mergen dankte dem Freundeskreis Lichtentaler Allee, der nicht nur den Anstoß zur Bewerbung gab, und der IHK Karlsruhe sowie den Landesbehörden für die immense Unterstützung, personell als auch finanziell.

Die „Great Spas of Europe“

Prof. Wolf unterstrich: „Baden-Baden nimmt bei diesem Antrag neben Spa, Vichy, Bath und dem tschechischen Bäderdreieck eine herausragende Stellung ein. Baden-Baden ist auf jeden Fall das Flaggschiff der drei deutschen Antragsteller.“

Die „Great Spas of Europe“ sind ein außergewöhnliches Zeugnis der europäischen Bädertradition, deren Wurzeln bis in die Antike zurückreichen. Ihre Blütezeit erlebten diese Bäderstädte zwischen 1700 und den 1930er Jahren. Sie waren Vorreiter des modernen Tourismus und eine kulturelle Konkurrenz zu den großen Metropolen des 19. Jahrhunderts. Bis heute gibt es in diesen Städten ein lebendiges Kurwesen.

Zum Hintergrund:

Im Zentrum des Welterbeantrags stehen elf große europäische Kurstädte von Weltrang: Neben den deutschen Städten Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen sind dies Baden bei Wien (Österreich), Bath in Großbritannien, Franzensbad, Karlsbad und Marienbad in der Tschechischen Republik, Montecatini Terme in Italien, Spa in Belgien und Vichy in Frankreich.

Die Federführung für den Antrag „The Great Spas of Europe“ liegt bei der Tschechischen Republik. Das Wirtschaftsministerium als oberste Denkmalschutzbehörde koordiniert das Antragsverfahren für das Land und betreut es gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege.

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