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Portrait Tim Engartner im blauen Sakko. Daneben: Orangefarbenes Buchcover "Staat im Ausverkauf"
©Campus Verlag. Bearb. von Stadtbibliothek Baden-Baden

Staat im Ausverkauf

Baden-Baden. "Staat im Ausverkauf: Privatisierung in Deutschland". So lautet der Titel des Vortrages, den Tim Engartner am Dienstag, 19. Februar 2019, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek hält.

Marode Schulen und Krankenhäuser, explodierende Mieten in städtischen Zentren, steigende Preise für Wasser, Gas und Strom, geschlossene Filialen der Deutschen Post, "Verzögerungen im Betriebsablauf" bei der Deutschen Bahn - dies alles geht auch auf den großen Ausverkauf der öffentlichen Hand zurück, der in Deutschland während der Kanzlerschaft Helmut Kohls einsetzte. In der Überzeugung, dass Privatisierungen Dienstleistungen besser, billiger und bürgernäher machen, schüttelt "Vater Staat" bis heute immer mehr Aufgaben ab - wie ein Baum seine Blätter im Herbst. Anhand besonders eindrücklicher Beispiele analysiert Tim Engartner in sieben Kapiteln - Bildung, Verkehr, Militär, Post und Telekommunikation, soziale Sicherung, Gesundheit und kommunale Versorgung - die Privatisierungen in Deutschland und ordnet sie in internationale Zusammenhänge ein. Sein Weckruf zeigt: Diese Politik, die von allen regierenden Parteien betrieben wurde und immer noch wird, ist nicht alternativlos.
Private Unternehmen gehorchen den Gesetzen der Marktwirtschaft und arbeiten effizient und wendig, während Staatsbetriebe träge und bürokratisch sind: So lautet das gängige Argument für Privatisierungen. Das sei allerdings ein Trugschluss, schreibt der Sozialwissenschaftler Tim Engartner in seinem Buch "Staat im Ausverkauf".

Eine Kooperation mit Soroptimist International, Club Baden-Baden und der Volkshochschule Baden-Baden.

Eintritt: 15 Euro incl. Getränk und Fingerfood.