Pressearchiv

Arbeiter reparieren die Stufen am Bergeweg.

Bergbahn-Sanierung läuft auf Hochtouren

Baden-Baden (05.03.2019). Vielseitig und ganz unterschiedlicher Art sind die Sanierungsarbeiten an der Merkur-Bergbahn. Kurz vor Ostern wird die Bergbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. In einem zweiten Bauabschnitt ab Januar 2020 erhält die Bergbahn neue Wagen, bevor die Sanierung vor Ostern 2020 zum Abschluss kommt.

1500 Stufen am Bergeweg werden saniert

Derzeit werden die rund 1500 Stufen am sogenannten Bergeweg parallel zur Gleistrasse saniert. Eine schweißtreibende Tätigkeit für die Arbeiter entlang der doch recht steilen Trasse, gerade auch bei regnerischem Wetter. 250 Stufen sind noch zu reparieren. Die Stufen werden verbreitert, damit die Rettungskräfte im Notfall sicherer vorankommen. An der Mittelstation entstehen Treppen und eine Plattform, um die Bahn im Brandfall schnell evakuieren zu können.

Sowohl am Talbahnhof im Merkurwald, als auch am Gipfelbahnhof werden relativ aufwändig barrierefreie Zugänge gebaut, damit künftig auch Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen auf den 700 Meter hohen Baden-Badener Hausberg gelangen können. An der Talstation geschieht dies mit einer Rampe, am Gipfelbahnhof durch den Bau eines Aufzugs.

Barrierefreier Umbau

Laut Stadtwerke-Chef Helmut Oehler fließt ein nicht geringer Teil der Gesamtsanierungskosten in den barrierefreien Umbau. Oehler hat das Ziel, die Fahrgastzahlen von derzeit 270.000 nach der Sanierung auf über 300.000 Nutzer pro Jahr zu erhöhen. Dazu kündigte er eine Werbekampagne in der gesamten Region an. Auch farblich werden sich beide Bahnhöfe wieder dem Urzustand angleichen. Statt des derzeit grünen Anstrichs werden beide Bahnhöfe wieder im originalen weißen Farbton erstrahlen, die die Gebäude zur Eröffnung der Bergbahn 1913 trugen.  

Die Merkur-Bergbahn ist eine Standseilbahn. Vom Tal- zum Bergbahnhof überwindet sie 370 Höhenmeter auf einer Länge von 1192 Metern. Die Strecke hat eine Steigung zwischen 23 Prozent bis maximal 54 Prozent im oberen Teil. Die Talstation liegt auf 287 Metern, die Bergstation liegt auf 657 Metern und damit elf Meter unter dem Gipfel des Merkur. Die Fahrzeit beträgt etwa fünf Minuten. Die Aussichtsplattform des Merkurturmes liegt auf genau 700 Metern und bietet eine grandiose Rundumsicht auf den Nordschwarzwald und hinüber in die Vogesen.

Stadtwerke-Geschäftsführer vor einer Tafel, die das Sanierungsprojekt bewirbt.
Ein Bagger steht neben der Bergstation.
Ein Wagen steht in der Bergstation. Er ist beladen mit Baumaterial.
Eine Grafik der sanierten Bergstation.