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Grafik eines neugestalteten Verfassungsplatzes. Auf der Kreuzung ist ein großer Kreisverkehr.
Grafik: PTV Group

OB Mergen präsentiert Mobilitätsstudie

Baden-Baden (14.03.2019). Im vergangenen Jahr wurde eine umfangreiche Mobilitätsanalyse in Auftrag gegeben. Geprüft wurde eine Stadtbahnanbindung der Innenstadt durch die Rheinstraße, eine Verbesserung des Busverkehrs sowie ein Umbau des Ebert- und des Verfassungsplatzes. Oberbürgermeisterin Margret Mergen präsentierte gemeinsam mit Experten der PTV Group aus Karlsruhe die Ergebnisse.

Stadtbahnanschluss weiterverfolgen

Die Gutachter empfahlen die Bestrebungen zum Bau eines Stadtbahnanschlusses weiterzuverfolgen. Da die Förderfähigkeit allerdings nur bei einem positiven Kosten-Nutzen-Quotienten gewährleistet sei, sollten neue Aspekte berücksichtigt werden. Die Führung der Stadtbahn über die Rheinstraße ist unter heutigen Rahmenbedingungen mit Unwägbarkeiten verbunden. Eine Möglichkeit wäre die Führung der Stadtbahn entlang der B500. Dies könnte zu einem positiven Ergebnis führen.

Pünktlichkeit kann zu Fahrgastgewinnen führen

Hinsichtlich des Busverkehrs wurde aufgezeigt, dass eine Verbesserung der betrieblichen Qualität und der Pünktlichkeit zu Fahrgastgewinnen führen könnten. Dazu könnten eine Umgestaltung der Bushaltestellen, Vorrangschaltungen an Ampeln oder die Einrichtung einer Busspur hilfreich sein. Der Einsatz von E-Bussen hingegen wäre mit einer erheblichen Neustrukturierung der Betriebsabläufe und hohen Investitionen verbunden. Derzeit komme eine Umstellung daher noch nicht in Frage. Die technischen Entwicklungen in diesem Bereich werden allerdings weiterhin beobachtet.

Grundlage für ein Mobilitätskonzept

Darüber hinaus wurde ein Umbau des Ebert- und des Verfassungsplatzes geprüft. Ein Umbau zu Kreisverkehren mit sei verkehrlich und geometrisch möglich. Dies könnte zu einer Verbesserung der Orientierung und Begreifbarkeit an den Knotenpunkten führen und böte die Chance zur städtebaulichen Gestaltung und Aufwertung des Einfahrtsbereichs von Baden-Baden.

Ob diese Ideen verfolgt werden, entscheidet ab Herbst der Gemeinderat. Oberbürgermeisterin Mergen kündigte an neben der Mobilitätsstudie weitere Aspekte, die in den vergangenen Jahren in den Rat eingebracht wurden, zu integrieren und so die Grundlage für ein Mobilitätskonzept zu schaffen.