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Im Vorderbrund: Hänsel (Jule Kardaß), Gretel (Rosa Klingelhöfer) und die böse Hexe (Hanna Treins). Im Hintergrund: Bühnebild eines alten Hauses.
Hänsel (Jule Kardaß), Gretel (Rosa Klingelhöfer) und die böse Hexe (Hanna Treins).

Abschlussprojekt der Bühnenmaler und -plastiker

Baden-Baden (15.04.2019). Dieses Jahr faszinierte die Abschlussklasse der Bühnenmaler/-plastiker F3BMT auf der Akademiebühne in Baden-Baden mit dem Theaterstück „Hänsel und Gretel“ im Stil des Regisseurs Tim Burton. Verschiedene Bühnenbilder und Plastiken entführten die Zuschauer in eine geheimnisvolle Märchenwelt.

Bühnenbild mit Schwarzlicht und beweglichen Tierwesen

Das Haus der Familie von Hänsel und Gretel war aus einem transparenten Stoff gestaltet, so dass man je nach Lichteinfall entweder das Haus von außen oder das Rauminnere sehen konnte. Der Wald bestand aus mehreren Prospekten. Einzelne Bäume, Äste, Pilze und Sträucher wurden durch eine unsichtbare Netzkonstruktion verbunden, so dass die Zuschauer das Gefühl bekamen, mittendrin zu stehen. Das Bild des geheimnisvollen Waldes wurde zusätzlich durch verschiedene bewegliche Tierwesen verstärkt, z.B. durch die Pfeife rauchende Raupe und dem menschenähnlichen Hasen mit seiner Taschenuhr aus Alice im Wunderland.

Als die Kinder im dunklen Wald einschliefen, veränderte sich das Bild. Mithilfe von Schwarzlicht und fluoreszierenden Farben wurde es richtig gruselig. Geistergestalten tauchten auf, eine Lichtgestalt fing an zu tanzen und die Titelmusik aus dem bekannten Film „Edward mit den Scherenhänden“, ebenfalls von Tim Burton, rundete das Gesamtbild ab. Das Lebkuchenhaus der bösen Hexe, deren dunklen Augen und krumme Nase den Schülern besonders gut gelungen waren, enthielt einen großen Ofen, der aus der Wand herausragte. Nebelschwaden und Licht, das wie Feuer wirkte, machten das Ganze noch realer. Tatsächlich passte sogar die Hexe in den Ofen und kam als große Lebkuchenfigur wieder heraus.

Gruppenfoto: Abschlussklasse mit Fachlehrerin Edith Rugel
Aufnahme der Bühne: Im Vordergrund Hänsel (Jule Kardaß) und Gretel (Rosa Klingelhöfer) sitzen auf dem Boden. Im Hintergrund ist das Bühnebild mit mystischen lila Wald zu sehen. Rechts und Links daneben Bäume und lila leuchtende Pilze.
Im Vordergrund tanzendes Lichtwesen (Helena Hausberg), verziert mit kleinen LEDs. Im Hintergrund: Bühnebild mit mystischem Wald in lila. Kleine Geister sitzen auf den Bäumen.
Im Vordergrund: Hänsel (Jule Kardaß) und Gretel (Rosa Klingelhöfer) halten sich an den Händen und laufen von der Bühne. Im Hintergrund: mystischer Wald in lila. An den Bäumen sitzen kleine Geister. Links ein Reh und ein Hase im Anzug der eine Uhr hält. In der Mitte ein Lagerfeuer.

Publikum fasziniert

Nicht nur die humorvollen Dialoge, die unterschwelligen Bezüge zu den Filmklassikern des weltberühmten Regisseurs Tim Burton, die einzelnen Bühnenbilder und Plastiken wurden selbständig von den Schülerinnen und Schülern gestaltet, sie sorgten auch zusätzlich für Tanz- und Musikeinlagen. Zwischen einzelnen Szenen wurden zum Beispiel wie aus Geisterhand drei Musiker mit Melodika, Gitarre und Kachon in die Szene hineingeschoben.

Besonders lebendig wirkte die Inszenierung aber vor allem mit der entsprechenden technischen Unterstützung von Licht, technischen Effekten wie Nebelschwaden und musikalischer Untermalung durch die Klasse der Veranstaltungstechniker (E1VTQ). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Publikum von den Fähigkeiten und Fertigkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schülern fasziniert war und diese mitreißende Inszenierung mit einem ausgiebigen Applaus würdigte.