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Motiv Spielzeitheft 2019/2020: Im Hintergrund in rot das Logo des Theaters. Im Vordergrund Justitia, die Augen verbunden mit einem Tuch auf dem ebenfalls das Logo des Theaters in rot zu sehen ist. Darüber steht: "Ist das gerecht? 2019/2020".
(c) Medienhaus Baden-Baden

Theater stellt Spielplan vor: Neue Spielzeit unter dem Motto „Ist das gerecht?“

Baden-Baden (30.04.2019). Das Theater Baden-Baden stellt seine neue Spielzeit unter ein zeitgemäßes Motto: „Ist das gerecht?“ ist eine Frage, die in der heutigen, immer weiter divergierenden Gesellschaft wieder neu gestellt wird und immer wieder neu diskutiert werden soll und muss.

Bei einem Pressetermin gab Intendantin Nicola May gemeinsam mit Chefdramaturgin Kekke Schmidt und Dramaturgin Leona Lejeune einen Ausblick auf den Spielplan 2019/2020.

Programm:

Der Bogen führt von der radikalen Forderung nach sozialer Gerechtigkeit in Lutz Hübners Thriller „Furor“ bis zum komödiantischen Ausklang mit Carlo Goldonis furioser Streit-Etüde „Krach in Chiozza“ über klassische Stücke wie Kleists „Der zerbrochene Krug“ und Shakespeares „Hamlet“.

Um political correctness geht es – komödiantisch das eine, ahnungsvoll düster das andere – in Alexandre De La Patellières und Matthieu Delaportes „Der Vorname“ sowie in Ödön von Horváths „Jugend ohne Gott“ über den Lehrer, der versucht, in seiner Klasse eine nichtdiskriminierende Sprache durchzusetzen.

Die Uraufführung von Bernd Schroeders „Der Fall Hau“ beschäftigt sich mit einem der spektakulärsten Fälle der deutschen Justizgeschichte. Der bis heute Fragen aufwerfende Mordfall ereignete sich 1906 in Baden-Baden und zog eine beispiellose Aufmerksamkeit von Presse und schaulustigen Zuschauern auf sich. Rudi Gaul nimmt dieses Massenphänomen als Ausgangspunkt für seine Adaption für die Bühne.

Musical und Opernproduktion

Ein musikalischer Spaß ist das Musical „Hochzeit mit Hindernissen“ von Bob Martin und Don McKellar (Text) und Lisa Lambert und Greg Morrison (Musik) um ein Broadway-Starlett und die nicht ganz legalen Methoden, mit denen deren Chef versucht, sie von einer Hochzeit abzuhalten.

Eine weitere Rarität ist die nächstjährige Opernproduktion. Karl Amadeus Hartmann schrieb seinen „Simplicius Simplicissimus“ am Vorabend des zweiten Weltkrieges. Die Aufführung des selten gespielten Stückes entsteht in Koproduktion mit dem Festspielhaus Baden-Baden und den Berliner Philharmonikern.

Programm beim Jungen Theater Baden-Baden

Im Jungen Theater Baden-Baden stehen Stücke für junge Zuschauer aller Altersklassen von 2 bis 18 auf dem Programm. Das Weihnachtsmärchen ist ein Wiedersehen mit „Peterchens Mondfahrt“. Die erste Premiere im TIK wird „Blauer als sonst“ von Eva Rottmann sein. Die Geschichte um eine erste Liebe ist für Jugendliche ab zwölf Jahren gedacht. Die zweite Neuproduktion im TIK richtet sich an Kinder ab acht Jahren: Erich Kästners „Konferenz der Tiere“ hat in Zeiten der „fridays for future“ eine neue Aktualität.

Veranstaltungen wie das Festival „Fit fürs Abi in 5 Tagen“, Produktionen der Spielclubs oder begleitende Gesprächsformate wie die „Spiegelgespräche“ runden das Programm ab. Darüber hinaus vermeldete May noch personelle Änderungen. Patrick Wudtke verlässt das Theater. Neu im Schauspielensemble ist Cyril Hilfiker, frisch von der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Neues Corporate Design vorgestellt

Nach der Vorstellung des Spielplans wurde abschließend noch das neue Corporate Design vorgestellt und der Relaunch der Webseite angekündigt. Anstoß zum Relaunch des Corporate Designs lieferten technische wie auch visuelle Defizite der Theater-Webseite.

Den Zuschlag für die Umgestaltung des Corporate Designs bekam das Medienhaus Baden-Baden. Für die Neuentwicklung und Realisierung der Theater-Webseite erhielt die Berliner Agentur A&B One den Auftrag.