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Die Vertreter der Great Spas of Europe beim Treffen in Montecatini Terme.
Die Vertreter der Great Spas of Europe beim Treffen in Montecatini Terme.

Treffen der Great Spas of Europe in Montecatini Terme

Baden-Baden (04.04.2019). Es war ein ganz besonderer Moment für die Great Spas of Europe, als das 1.500 Seiten starke Nominierungsdossier zum UNESCO Weltkulturerbe Anfang Februar in Paris übergeben wurde. Schließlich hatten die elf bedeutenden Kurstädte aus sieben Nationalstaaten seit 2010 an der internationalen seriellen Bewerbung gearbeitet.

Und was kommt danach? „Selbstverständlich wird nun mit der gleichen Intensität sowie demselben hohen Maß an Koordinierung und Kooperation weitergearbeitet wie schon bisher.“, betont die neu gewählte Vorsitzende der Mayor Steering Group, der Lenkungsgruppe der Bürgermeister, Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen. Denn es gibt weiterhin viel zu tun.

Weiterer Fahrplan auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Im Rahmen eines Treffens der Bürgermeister der elf bedeutenden Kurstädte in Montecatini Terme, Italien, wurde der weitere Fahrplan auf dem Weg zum Weltkulturerbe, die Abstimmung der lokalen Managementpläne sowie einzelne Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen intensiv diskutiert.

Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Überprüfung der elf bedeutenden Kurstädte durch ICOMOS International (International Council on Monuments and Sites) als offizieller Berater der UNESCO in allen Fragen des Weltkulturerbes, die für die zweite Septemberhälfte geplant ist. Dabei evaluieren die Experten von ICOMOS die Konsistenz der Bewerbung, den Zustand der Stätten sowie auch die entsprechend implementierten Schutzinstrumentarien.

Weiterentwicklung der Website

Darüber hinaus wurden von den Bürgermeistern und Site Managern in Montecatini vor allem Kommunikationsmaßnahmen im Detail erörtert, die möglichst einheitlich und in hoher Qualität produziert werden sollen. Als wesentliche Bereiche sind in diesem Zusammenhang die Weiterentwicklung der Website der Great Spas of Europe, www.greatspasofeurope.org, in fünf Sprachen zu nennen, Druckwerke für die ICOMOS Überprüfung, sowie eine hochwertige Broschüre zur Information der Bevölkerung.

Für die Vorsitzende OB Mergen war hier vor allem die klare Aufgabenzuordnung von besonderer Bedeutung, um eine möglichst rasche Umsetzung gewährleisten zu können. Aufgrund des jahrelangen, intensiven Engagements der elf Kurstädte konnte eine starke Bewerbung Great Spas of Europe an die UNESCO in Paris übergeben werden. Nun gilt es die nächsten wesentlichen Schritte mit einer ebenso hohen Professionalität in die Tat umzusetzen, um am Ende den angestrebten Eintrag in die UNESCO Weltkulturerbeliste zu erreichen.

Hintergrund

Great Spas of Europe ist eine Kooperation von elf europäische Kurorten, die gemeinsam einen Eintrag als UNESCO Weltkulturerbe anstreben. Dazu gehören Bad Ems, Bad Kissingen, Baden-Baden (alle Deutschland), Baden bei Wien (Österreich), City of Bath (Vereinigtes Königreich), Franzensbad, Karlsbad, Marienbad (alle Tschechische Republik), Montecatini Terme (Italien), Spa (Belgien) sowie Vichy (Frankreich).

Die Orte sind historische Mode- und Kurbäder, die im langen 19. Jahrhundert das Phänomen Kur sowie auch die Reise- und Kurgesellschaft in Europa prägten. Sie waren damit Ankerpunkte der gesellschaftlichen Entwicklung, der Entwicklung eines modernen Gesundheitswesens und in der Entwicklung des globalen Tourismus.