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OB Mergen (Zweite von links) und Beate Wirth (Achte von rechts) mit den Teilnehmern des „7. Runden Tisches für Menschen mit Behinderungen
OB Mergen (Zweite von links) und Beate Wirth (Achte von rechts) mit den Teilnehmern des „7. Runden Tisches für Menschen mit Behinderungen“.

7. Runder Tisch für Menschen mit Behinderungen

Baden-Baden (21.06.2019). Großes Interesse fand der von der städtischen Behindertenbeauftragten Beate Wirth zum bereits 7. Mal einberufene und wieder gut besuchte „Runde Tisch für Menschen mit Behinderungen“. Dieser Runde Tisch, der sich zweimal jährlich trifft und bei dem die verschiedenen Behindertenorganisationen, aber auch einzelne Betroffene vertreten sind, bietet die Gelegenheit der Kommunikation untereinander, aber auch den direkten Kontakt zur Stadtverwaltung.

So freute sich Beate Wirth, dass sich auch OB Mergen die Zeit für dieses Treffen nahm. Großes Thema war die Inklusion. So warb Hans Kühn vom Behinderten und Sehbehinderten Verein Südbaden mit viel Leidenschaft in einem Plädoyer „für eine vielfältige, inklusive Gesellschaft, in der jeder Mensch in seiner Verschiedenheit wahrgenommen und akzeptiert wird“. „Inklusion geschieht nicht plötzlich, sondern sie beginnt im Kopf“´, fügte Beate Wirth hinzu und einig war man sich, dass sich schon sehr viel getan habe.

Betreutes Wohnen in Familien und Bundesteilhabegesetz

Katrin Fischer von der Lebenshilfe BBA berichtete über das schon praktizierte, aber noch relativ unbekannte Modell des „Betreuten Wohnens in Familien“. Dies basiert auf dem Gedanken, dass Betroffene ähnlich wie als Kind auch als Erwachsene weiterhin in einem Familienverband leben können. Die aufnehmende Gastfamilie erhält hierfür entlastende und finanzielle Unterstützung und ermöglicht so dem Betroffenen als ein neues Familienmitglied an dem alltäglichen familiären Ablauf und den Geschehnissen teilhaben zu können.

Auch das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG), das sehr viele Neuerungen bringen wird, war ein vieldiskutiertes Thema. Eine genauere Einlassung auf diese neuen Regelungen ist für den nächsten Runden Tisch für Menschen mit Behinderungen im Spätjahr vorgesehen.