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Das Theater. Auf dem Balkon ist der Schriftzug #draußen zu sehen.
(c) Presse- und Öffentlichkeitsabteilung Theater Baden-Baden

Die 24. Baden-Württembergischen Theatertage in Baden-Baden: „eine wundervolle Veranstaltung"

Baden-Baden (05.06.2019). „Eine wundervolle Veranstaltung!, ,,Bemerkenswert, was das Theater Baden-Baden hier auf die Beine gestellt hat.", ,,Uns hat das Theaterfieber erfasst!", hörte das Team der 24. Baden-­Württembergischen Theatertage immer wieder während der Festivaltage.

Die Zahlen sprechen für sich: rund 13.000 Menschen besuchten die insgesamt mehr als 60 Veranstaltungen. Mit gut 5000 Besucherinnen und Besuchern wurde in den Theatervorstel­lungen eine Auslastung von 87 % erreicht, weitere 8000 Menschen kamen zu den kostenlo­sen Veranstaltungen im Rahmenprogramm, davon allein 2500 Gäste zum Festival-Eröff­nungs-Picknick am 24. Mai in die Lichtentaler Allee.

Zwei Männer in goldenen Anzügen sitzten auf einer alten Truhe.
Viele Besucher bei der Picknicktafel in der Lichtentaler Allee
Stipendiaten sitzen auf grünen Liegestühlen im Kreis.
Drei Musiker in grünen Ganzkörperanzügen spielen vor dem Theater auf Trommeln und Fässern

20 Stadt-, Staats- und Landestheater

20 Stadt-, Staats- und Landestheater aus Baden-Württemberg waren von Freitag, 24. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, zu Gast in Baden-Baden und präsentierten 34 Theaterproduktionen: 22 im Abendspielplan und 12 für ein junges Publikum. Zu sehen waren die Produktionen ne­ben dem Theater Baden-Baden und dem Studio 5 des SWR an rund 17 weiteren unter­schiedlichen Spielorten in der Stadt.

So wurden die Kurhaus Kolonaden zum Spielort für das Theater Rampe aus Stuttgart mit „The European House of Gambling", in der St. Bernhard-Kirche in der Baden-Badener Weststadt spielte die beeindruckende Ulmer Inszenierung von Lot Vekemans „Judas", und die Lichtentaler Allee und das Museum Frieder Burda wurden zur Bühne der faszinierenden Tanzperformance „The lnhabitants" des Dance Theatre Heidel­berg. Dazu gab es mehr als 30 Rahmenprogrammveranstaltungen von Natur- und Kunstführungen, Ausstellungen, Vorträgen, Gesprächen und Livemusik.

Beim Ausklang am Sonntagabend dankte Intendantin Nicola May Festivalleiterin Annelie Mattheis und ihrem Festival-Team, dem technischen Leiter Walter Fäßler mit seiner Mann­schaft, dem engagierten Baden-Badener Ensemble und allen Helfern, Gasttheatern sowie allen Künstlerinnen und Künstlern, die das Festival bereicherten.

Das Festivalmotto #draußen

,,Das Festivalmotto #draußen spiegelte sich bei den 24. Baden-Württembergischen Theater­tagen auf verschiedenen Ebenen wieder - inhaltlich und auch räumlich", so Festivalleiterin Annelie Mattheis.

,,Positive Draußen-Erlebnisse wie beispielsweise das große Festival-Eröff­nungs-Picknick mit 2500 Besucherinnen und Besuchern haben hier ebenso ihren Raum ge­funden wie Debatten um Solidarität, die offene Gesellschaft und das Nicht-dazu-gehören. Besonders wichtig ist mir die Vernetzung mit den Künstlerinnen und Künstlern des ganzen Bundeslandes sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern Baden-Badens."

„Festival-Eröffnungs-Picknick ein gelungener Auftakt“

An eine 750 meterlange Picknick-Tafel luden die Theatertage am Freitag, den 24. Mai, zum großen Auftakt mit der ganzen Stadt ein. Vom Theater Baden-Baden, vorbei am Mu­seum LAS - Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts, der Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, dem Museum Frieder Burda bis zum Stadtmuseum Baden-Baden reichte die Festtafel in der Lichtentaler Allee. Exklusiv für den Start der Theatertage öffneten die Mu­seen von 18 bis 22 Uhr bei freien bzw. ermäßigten Eintritt ihre Ausstellungen.

,,Wir haben mit 800 bis 1200 Besuchern gerechnet. Nun hatten wir 2500 Gäste, die an unse­rer Picknick-Tafel Platz nahmen oder als Flaneure dabei waren. Ein großer Erfolg", berichtet Intendantin Nicola May begeistert. ,,Wir sind vielfach darauf angesprochen worden, ob man das Picknick verstetigen und jedes Jahr stattfinden lassen kann", ergänzt Festivalleiterin An­nelie Mattheis.

Erste Veranstaltungen schon vor der Eröffnung

Bereits vor der offiziellen Festival-Eröffnung fanden die ersten Veranstaltungen statt: unter anderem Prof. Dr. Heinz Budes Vortrag „Solidarität. Die Zukunft einer Idee" im Theater und die Ausstellungsöffnungen der Museen entlang der Lichtentaler Allee zu kostenlosem bzw. ermäßigten Eintritt, exklusiv zum Eröffnungstag der Theatertage.

Zwei Theaterproduktionen eröffneten das Festival zeitgleich um 18 Uhr: Zum einen die Uraufführung der theatralen Reise des Theaters Baden-Baden „Welterben", ein Stadt-Ge­sellschafts-Spiel, das die Besucher an überraschende Orte in Baden-Baden bringt. Zum anderen Max Frischs „Andorra" vom Jungen Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen - somit wurden die Theatertage mit einem Stück aus dem Abendspielplan und mit einem Stück aus dem Kin­der- und Jugendtheater eingeläutet.

Festival-Highlights

Das Festival-Eröffnungs-Picknick
Die positiven Rückmeldungen der Zuschauerinnen und Zuschauer sowie die häufig gestellte Frage, ob das Festival-Eröffnungs-Picknick als Veranstaltungsformat ab jetzt jedes Jahr stattfinden könne, zeigen: das Festival-Eröffnungs-Picknick war das erste große Highlight der 24. Baden-Württembergischen Theatertage.

Die Theater-Vorstellungen
Theatrale Highligts waren: die Premiere der Baden-Badener Eigenproduktion des Stadt-Ge­sellschafts-Spiels „Welterben" das am Bahnhof Oos startete und ab dann die Besucher mit dem Bus und zu Fuß an überraschende Orte der Stadt brachte, die fulminante Ulmer Inszenierung „Ju­das" in der St. Bernhard-Kirche, das interaktive Stück „The European House of Gambling" in den Kurhaus Kolonaden des Theater Rampe Stuttgart, die herausragende site-specific Tanzperfor­mance „The lnhabitants" des Dance Theatres Heidelberg in der Lichtentaler Allee, die Rap-Oper „Der Fluch der Tantaliden" des Nationaltheaters Mannheim im Theater und die Stuttgarter Uraufführung „Das Imperium des Schö­nen" im Theater.

Rahmenprogramm
8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den 30 Rahmenprogrammveranstaltungen sowie ein allabendlich volles Festivalzentrum bei wechselnden Bands belegen den regen Zu­spruch.

Neu im Theatertageprogramm
Zum ersten Mal war mit „Heimat von oben" von und mit Viktor Rabl im TiK eine Produktion der Akademie der Darstellenden Künste Baden-Württemberg bei den Theatertagen zu Gast. Viktor Rabl hat den Theaterabend im Rahmen seines Schauspielstudiums an der AdK Ludwigsburg mit Dramaturg Jan Pfannenstiel entwickelt.

Vernetzung - #draußen

Das Festivalmotto #draußen symbolisiert nicht nur eine inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Draußen und seinen positiven wie auch negativen Deutungsmöglichkeiten. Es ist auch gesellschaftlich und räumlich zu denken.

Dazu Festivalleiterin Annelie Mattheis: ,,Uns war von Anfang sowohl die analoge als auch die digitale Vernetzung wichtig. Wir haben Austauschformate und Dialogräume zwischen Theaterschaffenden und Besucherinnen und Besuchern geschaffen. Wir haben mit 25 Kooperationspartnern zusammengearbeitet, hatten über 400 Theaterschaffende zu Gast und mehr als 13000 Besucherinnen und Besucher an 20 Veranstaltungsorten. Hinzu kommen drei Social-Media-Kanäle die für unsere Vernetzung nach Baden-Württemberg stehen. Wir haben das #-Symbol, das genau für diese Vernetzung steht, sehr ernst genommen, und sie ist uns hervorragend gelungen."

Vernetzung von Theaterschaffenden und Besuchern
Für eine Vernetzung zwischen Theaterschaffenden boten die 24. Baden-Württembergischen Theatertage neben dem bereits etablierten, in die Theatertage integrierten mehrtägigen Auf­enthalt des Arbeitskreises Junges Theater Baden-Württemberg auch Vernetzungs- und Aus­tauschmöglichkeiten erstmals stattfindender Formate: zum einen der Berufsgruppen-Treffen der Abteilungen Kostüm, Regieassistenz, den Treffen von Inspizienten-Netzwerk e.V. und der „Deutsche Theatertechnische Gesellschaft" {DTHG), zum anderen dem Theatertage­Forum.

38 Einführungen und Nachgespräche zu den Theatervorstellungen ermöglichten darüber hinaus den Austausch zwischen Publikum und Produktionsteams aus dem ganzen Bundes­land.

Digitale Vernetzung
Videos zum Festivalmotto aus ganz Baden-Württemberg von Theaterschaffenden und Men­schen aus Politik und Kultur, backstage-Berichte, Aktivitäten rund um die Festivalvorberei­tungen auf den Social Media-Kanälen bei Facebook, lnstagram und Twitter trugen zur lan­desweiten Vernetzung seit Januar 2019 bei.

Ein Festival für alle
Damit die 24. Baden-Württembergischen Theatertage „ein Festival für alle" werden und tat­sächlich niemand #draußen bleiben muss, wurde eine nahezu kostenfreies Rahmenpro­gramm angeboten. Zudem galten für die Vorstellungen einheitliche Eintrittspreise, die den Betrag von 24 Euro nicht überschritten. Für eine Preisersparnis bei der Buchung von Vor­stellungen wurde das Preispaket „3 für 2" angeboten, also drei Tickets zum Preis von zweien.

Das in der Eintrittskarte enthaltene KW-Ticket ermöglichte darüber hinaus eine kostenfreie An- und Rückreise im Geltungsbereich des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).

Zahlen und Fakten

Die Baden-Württembergischen Theatertage werden mit rund 340.000 Euro aus öffentlicher Hand gefördert. Die Hälfte des Betrags kommt vom Ministerium für Wissenschaft, For­schung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, die andere Hälfte ca. jeweils hälftig vom Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Bühnenvereins und der Stadt Baden­Baden.

Die Vielfalt der jüngsten 24. Ausgabe der Theatertage wurde durch die Gewinnung folgender Sponsoren ermöglicht: Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Würt­temberg, BGV - Badische Versicherungen, LOTTO Baden-Württemberg, Patronatsgesell­schaft - Für Theater und Philharmonie Baden-Baden e.V.

Allen Beteiligten gilt ein großer Dank

Auch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern sowie Künstlerinnen und Künstlern aus der Stadt Baden-Baden und der Region, mit denen das umfangreiche Rahmenprogramm erst möglich gemacht werden konnte, trug zum Erfolg der 24. Baden-Württembergischen Theatertage bei.

,,Wir sind erschöpft, aber glücklich", resümiert Intendantin Nicola May zum Ende der Thea­tertage. ,,Es war ein mutiger, aber auch sehr lustvoller Schritt, die Theatertage für 2019 nach Baden-Baden zu holen. Ohne die Unterstützung der Stadt Baden-Baden, Förderer und Sponsoren, aller Kooperationspartner, des Theater-Teams und der Gasttheater wäre das nicht möglich gewesen. Allen gilt ein großer Dank!"

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen über die 24. Baden-Württembergischen Theatertage sind auf der Webseite des Festivals (www.theatertage-bw.de) erhältlich. Impressionen des Festivals zei­gen die Social Media-Accounts Facebook (@BaWueTheatertage), Twitter (@theatertagebw) und lnstagram (@theatertagebw).