Pressearchiv

Daniel Schneider (Leiter des städtischen Fachgebiets Sozialpädagogische Beratungsdienste) und Nicole Weiler-Kunzmann (Leiterin des städtischen Allgemeinen Sozialen Diensts)
Daniel Schneider und Nicole Weiler-Kunzmann stellen die Aufgaben des Allgemeinen Sozialen Dienstes vor.

Der Allgemeine Soziale Dienst: Anlaufstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche

Baden-Baden (14.06.2019). Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) ist Anlaufstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und übernimmt die Aufgaben, die früher unter dem Begriff Jugendamt zusammengefasst wurden. Bei einem Pressegespräch stellten Nicole Weiler-Kunzmann, Leiterin des städtischen ASD und Daniel Schneider, Leiter des städtischen Fachgebiets Sozialpädagogische Beratungsdienste, ihre Arbeit vor.

Die Fachkräfte des ASD bieten Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebens- und Familiensituationen. Die Aufgaben umfassen unter anderem Beratung in allgemeinen Fragen der Erziehung, Prüfung von Mitteilungen wegen Kindeswohlgefährdung, Schutz für Kinder und Jugendliche durch Inobhutnahme sowie Beratungen in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung, insbesondere bei Fragen des Sorge- und Umgangsrechts.

ASD bietet verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten

„Es gibt nicht den Regelfall. Jeder Fall ist ein Einzelfall“, erklärt Weiler-Kunzmann die vielfältigen Aufgabenschwerpunkte des ASD. Bei festgestelltem Bedarf kann der ASD eigene Unterstützungsmöglichkeiten anbieten, um den Sorgeberechtigten in ihrem Erziehungsalltag und bei der Betreuung der Kinder Hilfestellung zu geben.

Solche unterstützenden Formen sind entweder ambulante Hilfen wie Sozialpädagogische Familienhilfe und Erziehungsbeistandschaft, eine teilstationäre Unterbringung in der Tageseinrichtung der Jugendhilfe Baden-Baden oder eine vollstationäre Unterbringung von Kindern und Jugendlichen.

Zehn Bezirkssozialarbeiter in Baden-Baden

Der Stadtkreis ist in zehn Bezirke eingeteilt. Jeder Bezirk wird durch einen Bezirkssozialarbeiter betreut. Im vergangenen Jahr sind die Fallzahlen um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, insbesondere im Bereich der Beratung, Umgangsrecht, Eingliederungshilfe und der Prüfung von Kindeswohlgefährdung. Dies führt Weiler-Kunzmann auf eine höhere Sensibilisierung im Umfeld und der Gesellschaft zurück.

Die Aufgaben des ASD werden in der Regel von Fachkräften erfüllt, die erfolgreich ein sozialpädagogisches Studium abgeschlossen haben. Die Fachkräfte der Wirtschaftlichen Jugendhilfe, welche die finanzielle Seite der Jugendhilfemaßnahmen abwickeln, haben eine Verwaltungsausbildung oder einen Bachelor-Abschluss im Bereich Verwaltung.