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Bürgermeister Roland Kaiser (links) und OB Margret Mergen (rechts) mit den drei jungen Flüchtlingen – im Hintergrund der „Auslöser“ für die Wohngemeinschaft: die Banksy-Ausstellung!
Bürgermeister Roland Kaiser (links) und OB Margret Mergen (rechts) mit den drei jungen Flüchtlingen – im Hintergrund der „Auslöser“ für die Wohngemeinschaft: die Banksy-Ausstellung!

Banksy-Ausstellung und gemeinsamer Spendenaufruf ermöglichen WG für junge Flüchtlinge

Baden-Baden (09.07.2019). Für die Ausstellung des Bildes „Love is in the bin“ vom englischen Künstler Banksy im Frieder Burda Museum in Baden-Baden wurden im Februar und März keine Eintrittsgelder erhoben. Die freiwilligen Spenden, die dabei gesammelt wurden, kommen nun einer Wohngemeinschaft von jungen Flüchtlingen zugute, die derzeit erfolgreich eine berufliche Ausbildung durchlaufen.

Wohnung für drei junge Männer

Die Stadtverwaltung mietete für die drei jungen Männer eine Wohnung im Stadtteil Lichtental an. Die Betreuung wird von Mitarbeiterinnen des Sachgebiets Soziale Betreuung des städtischen Fachgebiets Soziale Leistungen übernommen. Mit den Spendenmitteln – es kamen insgesamt über 20.000 Euro (!) zusammen – wird eine besondere Form der Betreuung wie berufsbezogene Nachhilfe, ergänzender Sprachunterricht sowie (freizeit-)pädagogische Aktivitäten finanziert.

Davon, wie wohl sich die drei jungen Männer in ihrem neuen Zuhause fühlen und wie dankbar sie für alle Hilfestellungen sind, konnten sich Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Bürgermeister Roland Kaiser, Henning Schaper, Direktor des Museum Frieder Burda, sowie Vertreter der beiden Arbeitgeber der Flüchtlinge bei einem Vor-Ort-Termin ein eindrucksvolles Bild machen.

Räumlich gute Lernbedingungen geschaffen

„Flüchtlinge, die motiviert in eine Ausbildung starten, tun sich häufig mit den Wohn- und Lernbedingungen in den Gemeinschaftsunterkünften schwer“, weiß Peter Weingärtner, Fachgebietsleiter Soziale Leistungen nur zu gut. „Es fehlt oft die Ruhe zum Lernen und genügend Platz, auch räumlich gute Lernbedingungen zu schaffen.“ Grund genug, hier zu handeln und die drei jungen Männer, „die durch ihre besondere Motivation in Schule und Ausbildung aufgefallen sind“, zu unterstützen, wie Weingärtner betonte.

Dafür kam die „tolle Banksy-Aktion des Museum Frieder Burda“ wie gerufen. Die drei Flüchtlinge profitieren nun als erste von dieser Spende. Zwei von ihnen, 21 und 23 Jahre alt, stammen aus dem Irak, leben seit 2016 in Baden-Baden und durchlaufen einen Ausbildung im Lebensmitteleinzelhandel. Der dritte junge Flüchtling stammt aus Gambia, lebt seit 2015 hier und absolviert eine Maurerlehre.

Stadtverwaltung sucht weiteren Wohnraum

Margret Mergen, Roland Kaiser und Henning Schaper waren sich einig, dass Integration gerade durch solche Aktionen am besten gelingen kann – und freuen sich, wenn sich noch weitere solcher Möglichkeiten bieten würden, damit die Flüchtlinge sich angenommen und integriert fühlen – „als Teil einer großen Gemeinschaft“.

Aktuell sucht die Stadtverwaltung noch weiteren Wohnraum, um ähnliche Wohngemeinschaften anbieten zu können. Wer eine Wohnung in diesem Zusammenhang vermieten möchte, kann sich gerne mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen. Kontaktdaten: Antje Jäger, Fachgebiet Soziale Leistungen, Telefon 07221 93-14 74 01, E-Mail an .