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OB Margret Mergen (links) überreichte Andreas Mölich-Zebhauser die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Baden-Baden. Rechts seine Gattin Lioba Zebhauser.
OB Margret Mergen (links) überreichte Andreas Mölich-Zebhauser die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Baden-Baden für seine herausragenden Verdienste – Blumen gab es für Gattin Lioba Zebhauser.

Zum Abschied die Goldene Ehrenmedaille der Stadt für Andreas Mölich-Zebhauser

Baden-Baden (02.07.2019). Im Rahmen eines städtischen Empfangs wurde der langjährige Intendant und Geschäftsführer des Festspielhauses Baden-Baden, Andreas Mölich-Zebhauser, von Oberbürgermeisterin Margret Mergen im Rathaus verabschiedet.

Mölich-Zebhauser, der nach über zwei Jahrzehnten das „kulturelle Flagschiff“ verlässt, erhielt bei dieser Feierstunde aus den Händen der OB auch eine besondere städtische Ehrung: die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Baden-Baden, die ihm, wie Mergen in ihrer Laudatio betonte, „für herausragende Verdienste um unsere Stadt“ verliehen wurde.

Rückblick auf die „Ära AMZ“

Die OB ging in ihrem Rückblick auf die „Ära AMZ“ insbesondere auf die kritische Phase des Hauses am Alten Bahnhof und das herausragende Engagement von Mölich-Zebhauser dabei ein: „Sie hatten gerade zur rechten Zeit den Mut, das sinkende Schiff an sich zu ziehen“, lobte die OB. Ihr ausdrücklicher Dank galt an dieser Stelle auch den Gründern der „Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden“, die stets an das Projekt geglaubt und dies tatkräftig finanziell unterstützt hätten – und auch weiterhin unterstützen.

Mergen hob ebenso hervor, wie sich der Festspielhaus-Intendant auch für „die Zuschauer von morgen“ eingesetzt habe, etwa mit der Kindermusikwelt „Toccarion“ der gemeinnützigen Sigmund Kiener Stiftung und natürlich auch sonst „in allen Bereichen der Hochkultur als jederzeit gefragter Ideengeber“ bekannt war. „Dass wir heute in der Champions League der Musik spielen, haben wir nicht zuletzt auch Ihnen zu verdanken‘“, betonte die OB. Das Festspielhaus, so Margret Mergen weiter, sei „ein Ort, an dem sich das „Who´s who“ der klassischen Musik die Klinke in die Hand gibt“ – und dafür sei man dem langjährigen Festspielhaus-Chef „sehr, sehr dankbar“.

Musikalisch umrahmt vom Philharmonie-Chefdirigent

Musikalisch umrahmt wurde die Verabschiedung Mölich-Zebhausers von Philharmonie-Chefdirigent Pavel Baleff am Klavier und seinem 1. Konzertmeister Yasushi Ideue an der Violine. Zu hören war das Adagio E-Dur KV 261 von Wolfgang Amadeus Mozart. Baleff erklärt die Auswahl des Stückes damit, dass „E-Dur als Tonart der Freundschaft, Liebe und Dankbarkeit gilt“ und zeichnete so einen musikalischen Bogen und eine Verbindung zum Geehrten.

Schlussworte Mölich-Zebhausers

In seinen Schlussworten zeigte sich der Intendant sehr berührt. Sein Vater habe nur selten Kammermusik gespielt und somit fühle er sich an diese besonderen Momente erinnert. Auch habe er (Andreas Mölich-Zebhauser) nie mit einer solchen Veranstaltung für ihn gerechnet und freue sich über die gelungene Überraschung. Sein Dank galt allen Gründungsvätern des Festspielhauses, allen Baden-Badener Oberbürgermeistern, die die vergangenen gut zwei Jahrzehnte mit begleitet haben, aber auch seinem langjährigen Geschäftsführer Michael Drautz sowie allen die darauf vertraut haben, dass dieses Haus „ein Bringer wird“.

„Voller Glück, Zufriedenheit und Optimismus“ könne er (Mölich-Zebhauser) sich nun auf seinen neuen Lebensabschnitt begeben und dies stets mit dem Hintergedanken, „an der schönsten Sache, an der man arbeiten kann, gearbeitet zu haben – nämlich der Hochkultur“. Für die Zukunft des Hauses wünscht sich der scheidende Intendant, dass alle Unterstützer daran festhalten und das Festspielhaus weiterhin großzügig fördern. Das Haus solle wie bisher privat geführt werden können, denn für ihn sei es „das beste Haus in Europa“. Seinem Nachfolger Benedikt Stampa wünschte er abschließend alles Gute.