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Päda-Grundschüler und -Kindergartenkinder bei der Ansaat der Bienenweide auf dem Hungerberg
Mit Begeisterung waren die Päda-Grundschüler und -Kindergartenkinder bei der Ansaat der Bienenweide auf dem Hungerberg im Einsatz.

Päda-Grundschüler und -Kindergartenkinder säen Bienenweide an

Baden-Baden (14.10.2019). Grundschüler und Kindergartenkinder des Pädagogiums haben auf dem Hungerberg eine an das Pädagogium angrenzende Blütenwiese angesät. Auf rund 2.000 Quadratmetern wurde die bestehende Wiese mit einer Blumenmischung aufgewertet. Unterstützt wurden sie dabei von Mitarbeitern des städtischen Fachgebiets Park und Garten und vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Mit der Ansaat einer gebietsheimischen Saatmischung entsteht eine blüten- und samenreichere Fläche, die für Insekten als Nahrung und Lebensraum dient. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht die bunte und langanhaltende Blüten- und Farbvielfalt, sondern vor allem die Strukturverbesserung für Insekten.

Päda-Grundschüler und -Kindergartenkinder bei der Ansaat der Bienenweide auf dem Hungerberg. Ein städtischer Gärtner hilft.Bild vergrößern
Bei der Ansaat der Bienenweide gab es für die Kinder auch professionelle Hilfe von Gartenamt.

Blühmischung „Blumenwiese“ des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord

Zur Vorbereitung wurde die bestehende Grasnarbe der Wiesenfläche mit einer Kreiselegge „aufgerissen“ und gelockert. Verwendet wurde bei der Ansaat die Blühmischung „Blumenwiese“ des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Im gesamten Naturpark läuft begleitet durch die Projektmanagerin Lilli Wahli in den kommenden Wochen die Herbsteinsaat im Rahmen des Projekts „Blühender Naturpark“.

Zahlreiche Flächen in der Region werden dabei mit heimischen Wildblumensamen eingesät. Rund 90 Städte, Gemeinden, Kreise und Unternehmen sowie viele Privatpersonen haben seit Projektbeginn 2016 bereits mehr als 230 kleine und große Flächen eingesät. Knapp 60 weitere Flächen kommen in diesem Herbst dazu – insgesamt 40.000 Quadratmeter.

564 Arten von Bienen in Deutschland

In Deutschland gibt es 564 Arten von Bienen, die Honigbiene ist nur eine davon. Alles andere sind Wildbienen, darunter 32 Hummelarten. Über die Hälfte zählen zu den gefährdeten Arten. 147 Arten ernähren sich von einer einzigen Blütenart. „Schon deshalb ist die Artenvielfalt auch bei den Wildblumen wichtig. Bienen brauchen eine gesunde, durchmischte Natur, dann sind sie selbst gesund“, erklärte Manfred Kraft vom Landesverband Badischer Imker.

Vielerorts sei die Artenvielfalt bei den Wildblumen durch moderne Landwirtschaft und intensive Pflege von Grünflächen stark zurückgegangen. Dies wirke sich auch auf die Vielfalt von wilden Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Faltern, Schmetterlingen und sogar Feldvögeln aus, so Kraft.