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Adelhaid Blaich und Sophia Guidi-Dommann (von links) klärten die Schüler des MLG über das Leben in Armut auf.
(c) Markgraf-Ludwig-Gymnasium Adelhaid Blaich und Sophia Guidi-Dommann (von links) klärten die Schüler des MLG über das Leben in Armut auf.

Schulprojekt im MLG: „Lebenswirklichkeit von Menschen in Armut“

Baden-Baden (03.02.2020). Im Nachgang zu der im Oktober 2019 stattgefundenen Aktionswoche des Landes Baden-Württemberg unter dem Titel „Armut bedroht alle. Teilhaben // Teilsein. Bildung, Arbeit, Wohnen sind Menschenrechte!“ besuchten zwei Sozialpädagoginnen die 9. Klassen des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums (MLG).

Adelheid Blaich und Sophia Guidi-Dollmann, beide vom Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenbezirks Baden-Baden und Rastatt, informierten über die „Lebenswirklichkeit von Menschen in Armut“.

Beispiele aus der täglichen Arbeit der Pädagoginnen

Beispiele aus der täglichen Arbeit der Pädagoginnen zeigten den Schülern, wie schnell und unverschuldet die Armutsfalle manchmal zuschnappen kann, etwa durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Auch ging es darum, was es heißen kann, von Hartz-IV-Geld zu leben, wie diakonische beziehungsweise caritative Hilfe aussieht und dass die Hürden der Sozialhilfe manchmal auch recht hoch sein können.

Besonders die Bedeutung von Armut in einer reichen Gesellschaft wie der unseren wurde im Schulprojekt thematisiert. Mit Impulsen und Erfahrungen aus der Praxis hieß es für die Schüler dann, sich mit dem gesellschaftlichen Thema „Leben am Existenzminimum“ auseinanderzusetzen.

Vorurteile kommen zur Sprache

So erfuhren die interessierten Neuntklässler etwa, dass jeder vierte Hartz-IV-Empfänger eigentlich erwerbstätig ist und das alleinerziehende Mütter oder Väter besonders armutsgefährdet sind. Es wurde einmal mehr deutlich, wie weit weg man selbst in der Regel von solchen Formen der Armut ist und allen Grund hat, dafür dankbar zu sein.

Ebenso vermittelte das Projekt den Schülern, dass es gut ist, „sensibel zu sein für Nöte, die es in der Kurstadt genauso wie in der Umgebung gibt“.