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Von links: Markus Brunsing, Leiter des Fachgebiets Park und Garten, Künstler Karl Manfred Rennertz und Traugott Bräuninger, Mitarbeiter des Fachgebiets Park und Garten. Im Hintergrund das Baumfenster.
(c) Christiane Krause-Dimmock Von links: Markus Brunsing, Leiter des Fachgebiets Park und Garten, Künstler Karl Manfred Rennertz und Traugott Bräuninger, Mitarbeiter des Fachgebiets Park und Garten.

Baden-Badener Baumfenster

Baden-Baden (19.03.2020). Nachdem der große Mammutbaum an der Hauptwiese der Lichtentaler Allee im Dezember 2017 aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste, war es das Bestreben des Fachgebiets Park und Garten, dem Baum einen besonderen Abgang aus der Lichtentaler Allee zu bieten und allen Spaziergängern die Möglichkeit eines Abschieds von diesem eindrucksvollen Baumexemplar zu ermöglichen.

Als ersten Schritt hatte Fabian Knecht den Mammutbaumstamm in seine Kunstinstallation „White Cube“ im Rahmen der Ausstellung „Ausstellen des Ausstellens“ der Staatlichen Kunsthalle in der ersten Jahreshälfte 2018 einbezogen. Anschließend hatte das Fachgebiet Park und Garten den in Baden-Baden ansässigen Künstler Professor Karl Manfred Rennertz gebeten, eine weitere künstlerische Intervention an dem Mammutbaum auszuführen für die Zeit, in der eine Fällung des Baums wegen der mehrjährigen Busumleitung durch die Lichtentaler Allee aufgrund der Baustellen am Leopoldsplatz und in der Luisenstraße nicht möglich war.

Blickachse auf den Steinbrunnen

Im Juli 2018 hatte Rennertz das „Baden-Badener Baumfenster“ unterstützt durch die Baumpflegefirma Veit Oesterle realisiert. Ziel war es, die noch immer vorhandene Wirkung des Stamms für den Park nicht zu verlieren. Das künstlerische Konzept sah vor, mit der Einfügung eines Fensters in den Stamm eine Blickachse auf den Steinbrunnen der Lichtentaler Allee zu schaffen. Seit seiner Entstehung erfreut sich das Baumfenster einer überaus großen Beliebtheit bei Gästen und Einheimischen und ist zu einem der meistfotografierten Kunstobjekte geworden.

Für die künftige Entwicklung der denkmalgeschützten Lichtentaler Allee ist es wichtig, die nächste Generation eines Mammutbaums an den bisherigen Standort zu pflanzen, wo er eine wohl komponierte Positionierung innerhalb der Gesamtproportion der großen Alleewiese einnimmt. Daher wird das Kunstobjekt „Baden-Badener Baumfenster“ für die nächsten Jahre an einem anderen Standort in der Lichtentaler Allee aufgestellt und an dem Ursprungsstandort wieder ein neuer Mammutbaum gepflanzt.

Neuer Standort für das Baumfenster

Als neuer Standort für das Kunstobjekt wurde die Fläche des ehemaligen Kleingolfplatzes neben den Tennisplätzen ausgewählt. Hier befindet sich ein kreisförmiger Sitzplatz, von dem eine fast 500 Meter lange Sichtachse bis zum Steinbrunnen in der Lichtentaler Allee erlebbar ist. In diese Sichtbeziehung soll das Mammutbaum-Objekt eingefügt werden, sodass der Mammutbaum aus der Blickrichtung des Sitzplatzes den Blick bis zum Steinbrunnen fokussiert, während aus der Blickrichtung des Steinbrunnens die Sichtachse für eine begrenzte Zeit einen eindrucksvollen Blickpunkt erhalten wird.

Am Montag, 23. März, wird der Mammutbaum in zwei Teilen mit Hilfe eines großen Telekrans abgenommen. Der untere Stammabschnitt mit dem Baumfenster wird dann zum ehemaligen Kleingolfplatz transportiert und dort zwischengelagert, um die Vorbereitungen für die statisch gesicherte Wiederaufstellung des Kunstobjekts vornehmen zu können. Dafür ist ein erheblicher Kraneinsatz beim Auf- und Abladen erforderlich. Die Wiederaufstellung des Kunstwerks soll Mitte oder Ende April 2020 am neuen Standort erfolgen. Die Aktion der Umsetzung des Mammutbaums zum Erhalt des Kunstwerks in der Lichtentaler Allee wird von einem Spender auf großzügige Weise unterstützt.

Einschränkungen durch Telekran

Während des Einsatzes des Telekrans wird es vor allem am Montag, 23. März, Einschränkungen bei der Befahrbarkeit der Lichtentaler Allee in Höhe des Denkmals für Kaiserin Augusta geben. Auch müssen einige Parkwege gesperrt werden. Das Fachgebiet Park und Garten bittet alle Spaziergänger, aus Sicherheitsgründen die Absperrungen am Tag der Umsetzung unbedingt zu beachten. Auch am Abladestandort des Kunstwerks im Umfeld des ehemaligen Kleingolfplatzes an der Fremersbergstraße kann es kurzzeitig zu Behinderungen kommen.

Gleich nach der Umsetzung des Kunstwerks werden noch am 23. März die Vorbereitungen zur Neupflanzung des Nachfolgebaums vorgenommen. Diese Neupflanzung war von Anfang an für einen Frühjahrstermin geplant, da Mammutbäume in der Jugend frostempfindlich sind. Die eigentliche Vollendung der Neupflanzung erfolgt dann nach aktuellem Stand am Dienstag, 24. März, gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern des Freundeskreises Lichtentaler Allee, der die Patenschaft für den Baum übernommen hat und mit einer großzügigen Spende die Neupflanzung ermöglicht.

Weitere Informationen

Gepflanzt wird ein mehr als 5 Meter großer Mammutbaum, der nach einem Suchverfahren durch das Fachgebiet Park und Garten aus mehreren Baumschulen ausgewählt und nun bei einer niederländischen Baumschule bestellt wurde. Der neue Mammutbaum wird mit Hilfe eines Telekrans an seinen neuen Standort gesetzt.